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Milzbrand: Neue Gefahr für die Erkrankung?

Milzbrand ist eine äußerst seltene Krankheit. In Europa ist diese in den letzten Jahren verschwindend gering aufgetreten. Die Erkrankung ist in Deutschland zuletzt in den 90er Jahren und 2009 bekannt geworden. Sie kann zwar mittels Antibiotika gut behandelt werden, doch unerkannt führt sie auch zum Tode. Im Juli 2012 wurden jetzt allerdings neue Fälle in Deutschland gemeldet.

Aktuelle Fälle geben Anlass zur Sorge

Die aktuellen Fälle von Milzbrand sind in der Drogenszene aufgetreten, wo bereits zwei Menschen, vermutlich aufgrund von verunreinigtem Heroin, an dieser Krankheit verstorben sind. Das Bakterium, das für den Ausbruch verantwortlich ist, kommt am häufigsten bei Tieren in Afrika und Asien vor. Wie der Erreger jetzt in das Suchtmittel gelangt ist, bleibt weiterhin unklar. Vermutlich wurde bei der Verpackung und Verschiffung das Heroin damit verunreinigt.

Gerade in der Drogenszene wird also zu besonderer Vorsicht geraten. Betroffene sollten sehr aufmerksam sein und sich in Zweifelsfällen an einen Arzt wenden. Vor allem Symptome wie Hautschwellungen an Beinen oder auch Armen sollten als Alarmsignal gewertet werden. Das Problem ist hier, dass diese Symptome kaum von normalen Infektionen abzugrenzen sind und deswegen häufig verwechselt werden.

Die restliche Bevölkerung sollte aber keine Angst vor einem Ausbruch haben. Wenn Sie jedoch die typischen Symptome wie oben beschrieben oder auch Symptome ähnlich einer Lungenentzündung (Lungenmilzbrand) wie zum Beispiel Fieber, Schüttelfrost, Atemnot verspüren, sollten Sie sich absichern. Die Symptome des Darmmilzbrandes, einer weiteren Unterform, bestehen aus Bauchschmerzen und blutigem Durchfall. Es kann zu einer Blutvergiftung kommen. Wenn Sie jedoch weder im Drogenmillieu unterwegs sind oder mit Tierkadavern zu tun haben, ist die Wahrscheinlichkeit für diese Diagnose ausgesprochen gering.

Geringe Auftretenshäufigkeit

Jährlich erkranken am Milzbrand weltweit ungefähr 2000 Menschen, so die Angaben der Weltgesundheitsorganisation. Bei Tieren ist die Wahrscheinlichkeit häufiger, aber auch sehr gering. So wurden zwar im Juli 2012 auch deutsche Kühe mit dem Erreger infiziert, eine Ausbreitung der Erkrankung ist jedoch weder bei Tier noch bei Mensch zu erwarten. erwarten.

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