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Mit Entspannungstechniken den Stress besiegen

Es gibt eine Menge Arten dem alltäglichen Stress zu begegnen und sich zu entspannen. Yoga, Autogenes Training und andere Entspannungstechniken helfen gegen den Stress, dem sich fast jeder Deutsche ausgesetzt fühlt. Manchmal sind es ganz einfache Mittel, mit denen man den eigenen Körper wieder "runter" bekommt. Hier gibts Methoden und Wissenswertes in der Übersicht.

Es sind die allgemeinen Ängste des Alltags, die die Deutschen ins Unglück stürzen. Unzufriedenheiten, Leistungsdruck, die Familie, die Karriere oder die eigene Person, alles wird hinterfragt und führt zu Stress. Ein häufig gewählter Weg zur Ruhe findet in der Volkshochschule Hamburg statt. Einige Teilnehmer treten in einem Kurs zur gemeinsamen Traumreise an. Nach Sätzen wie "Atme tief ein, und genieße den Blick, der sich dir bietet" oder "Sei ganz ruhig und entspannt, du bist frei von allen Sorgen!" befinden sich die Teilnehmer ganz weit weg in einer irischen Landschaft und können förmlich merken wie Puls und Atmung sich entspannen. Für wen das interessant klingt, einfach mal an der Volkshochschule in der Nähe nachfragen.

Ärzte können sich inzwischen zu Stresstherapeuten ausbilden lassen, z.B. in Kursen bei Dr. Gerhard Bittner, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Mentale Medizin. Dort lernen sie dann, dass Stress im Kopf entsteht. "Mehr als 80 Prozent aller krankmachenden Stressbelastungen kommen aus negativen Gedanken und Einstellungen, die man in der Regel nicht spüren kann", sagt Dr. Bittner. Zu Stresstherapeuten ausgebildete Ärzte versuchen mit Patienten an diesen inneren Einstellungen zu arbeiten. Man erlernt Techniken, die einen anderen Blick auf die eigenen Sorgen ermöglichen und so einen besseren Umgang mit ihnen verschaffen.

Eine der am weitesten verbreitete Entspannungstechnik ist Yoga. In Deutschland handelt es sich meistens um die Variante Hatha-Yoga. Die Kombination von Bewegungen, Atemtechniken und indischer Philosophie bringt Körper und Geist in Harmonie. Mal abgesehen von der immer wieder bestätigten Wirkung gegen Stress weisen auch wissenschaftliche Untersuchungen daraufhin, dass seelische, Rücken- oder Herzkrankheiten durch Yoga teilweise behandelt werden können. Yoga ist aber nichts für Anfänger und sollte professionell angeleitet werden, DVDs für den Heimgebrauch ohne Vorkenntnisse sind daher mit Vorsicht zu genießen.

Auf ähnliche Weise funktionieren Progressive Muskelentspannung und Autogenes Training. Bei der Progressiven Muskelentspannung konzentriert sich der Gestresste auf einzelne Muskeln seines Körpers und schärft durch gezieltes An- und Abspannen die Wahrnehmung des eigenen Organismus. Autogenes Training setzt ähnliche Konzentration auf den eigenen Körper voraus. Durch speziell Atmung und Formeln, die man sich selbst vorsagt, schaffen es Geübte alle Außenreize abzuschalten und tief in den eigenen Körper hineinzuhorchen. Diese Techniken können sehr wirksam sein für Patienten mit Schlafstörungen, auch Bluthochdruck konnte schon bei zahlreichen Probanden verbessert werden.

Während bei den genannten Techniken häufig die Möglichkeit besteht, sich von der Krankenkasse bezuschussen zu lassen, gibt es auch andere Möglichkeiten, die allerdings selbst bezahlt werden müssen. Meditation, Klangtherapie, Biofeedback und Lachyoga sind vielversprechende aber nicht ganz billige Waffen im Kampf gegen den Stress. Prinzipiell haben die Kassen aber realisiert, dass Stress eine Volksplage ist und häufig zu weiterführenden Erkrankungen führt. Daher bieten sie oft von sich aus zahlreiche Kurse, Programme, Vergünstigungen und Informationen an. Wer als zunehmend an Stress leidet und nicht weiß, wie er ihn behandeln soll, der findet bei der Krankenkasse sicher die richtigen Tipps zur Entspannung.

Quelle: fitforfun.de
Bild: Hans-Peter (Flickr)

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