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Münchhausen Syndrom: Was ist das?

Das Münchhausen Syndrom gehört zu der Gruppe der psychischen Störungen. Der Name geht auf den berühmten Lügenbaron Münchhausen zurück, der vielen noch durch die beliebten Kinderbücher bekannt sein dürfte. Durch seine phantastischen Lügengeschichten machte er sich bekannt und beliebt. Dieses (weiter gefasste) Phänomen greift diese psychische Störung mit seinem Namen auf.

Das sind die Symptome

Das Münchhausen Syndrom ist eine Krankheit, bei welcher die Betroffenen körperliche Krankheiten vortäuschen oder auch herbeiführen. Hierzu zählen insbesondere Erkrankungen wie Bauch- oder Kopfschmerzen. Nicht selten kommt es auch dazu, dass sich die Betroffenen die Erkrankungen selber beibringen, also auch giftige Substanzen oder andere schädliche Stoffe einnehmen, um eine Symptomatik zu erzielen.

Als Folge kommt es dann zu dem Besuch bei Ärzten, oder auch in Krankenhäusern oder Rettungsstellen. Die Versorgung durch das medizinische Fachpersonal stellt dann auch den wichtigsten Gewinn und den größten aufrechterhaltenden Faktor dieser Erkrankung dar- denn das wird von den Patienten als angenehm erlebt. Dass sich Ärzte, aber auch Angehörige, um die Betroffenen kümmern, zählt zu den wichtigsten Zielen. Ein Weg aus diesem System heraus ist allerdings recht schwierig- denn die Ärzte müssen sich ja die Patienten behandeln und fungieren somit auch als Verstärker der Erkrankung.

Meist handelt es sich bei Patienten mit Münchhausen Syndrom um Männer im mittleren Alter. Die Abgrenzung zu anderen psychischen Erkrankungen ist nicht leicht, dadurch verstreicht oft eine gewisse Zeit, bis die Störung erkannt wird und dann auch behandelt werden kann. Die Betroffenen leiden ja auch wie andere Patienten und haben oft eine Odyssee von Arztbesuchen hinter sich- eines der wichtigsten Indizien zur Stellung einer Diagnose.

Schwierig zu erkennen und zu behandeln

Das Münchhausen Syndrom ist also eine psychische Erkrankung, die in der Herbeiführung oder des Spielens gewisser körperlicher Störungen besteht, ohne dass es ein organisches Korrelat gibt. Die Betroffenen leiden häufig viele Jahre unter ihrem Verhalten und ziehen aus der Aufmerksamkeit von Ärzten eine gewisse Befriedigung. Dies hält die Erkrankung aufrecht. Nur eine Psychotherapie kann nachhaltig helfen.

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