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Musiktherapie hilft bei Tinitus

Chronischer Tinitus ist keine Erkrankung unter der nur Menschen leiden, die einer konstanten Lärmbelastung im Alltag ausgesetzt sind. Ein Tinitus kann auch auftreten, wenn Stress oder eine hohe Belastung vorliegen. Nun gibt es eine Studie, die mit einer neuen Musiktherapie Hilfe für Betroffene verspricht.

Wie der Fokus Online berichtet, hat eine interdisziplinäre Gruppe aus Heidelberg schon vor einiger Zeit ein musiktherapeutisches Verfahren entwickelt, das gegen tonale Tinitus-Störungen hilft. Bei einem tonalen Tinitus hören die Betroffenen ein Pfeifen, Klingeln, Summen oder Zirpen im Ohr.

Bisher haben die Wissenschaftler mithilfe des "Heidelberger Modells" die Symptome von tonalem Tinitus bei 80 Prozent der bisher 193 behandelten Patienten lindern können. Einige konnten sogar vollständig von ihren Beschwerden befreit werden. Nun wurde das Heidelberger Modell auch erfolgreich bei nicht tonalem Tinitus angewandt.

Ein nicht tonaler Tinitus zeichnet sich durch Hörgeräusche wie Knacken, Knistern, Rauschen, Brummen oder Surren aus. Von 23 behandelten Patienten hat die Behandlung bei 21 erfolgreich angeschlagen, was eine bisherige Effizienz von 90 Prozent darstellt. Die Behandlung dauerte fünf Tage, mit einer Linderung von den Symptomen, die sechs Monate anhielt.

Eine weitere Erkenntnis, die die Wissenschaftler in der Zeit gewonnen haben, ist die Neigung der Probanden zu einem hohen Blutdruck. Daher ist die Kontrolle von Puls- und Blutdruckschwankungen ein wichtiger Faktor um das Leiden von Tinitus Patienten zu mindern. Tinitus-Erkrankte dürfen nun darauf hoffen, dass die noch zu tätigenden Langzeiterhebungen der Musiktherapie 'Heidelberger Methode' ein ebenso erfolgreiches Ergebnis liefern.

Bild: Simon James (Flickr), thefuturistics (Flickr)

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