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Die größten Mythen rund um den Muskelkater

Zu fast jedem Gesundheitsthema kursieren auch falsche Meldungen. So sind die meisten Körperfunktionen von Mythen umrankt, die entweder auf längst überholter Wissenschaft basieren, oder nie auch nur teilweise wahr waren.

Ein paar der hartnäckigsten Mythen umranken den Muskelkater: Er trete nur auf, wenn man sich nicht richtig gedehnt habe, beispielweise.

Viel Murks um die Muskeln

Aber diese Behauptung hat "die Wissenschaft" mittlerweile wie viele andere Mythen um den Muskelkater widerlegt.

Dehnen vor der eigentlichen Arbeit hat zwar viele Vorteile, genau wie das Aufwärmen, aber es hilft nicht, keinen Muskelkater zu bekommen. Die Effekte einer gründlichen Vorbereitung dieser Art sind kaum zu spüren. Hilfreicher könnte es sein, seine Bewegungen dahingehend einzuschränken, dass nur bestimmte Bewegungen durchgeführt werden. Bei den meisten Tätigkeiten hat das aber keinen besonderen Sinn: Nur bergauflaufen (was weniger Muskelkater verursacht, als der Abstieg) würde Sie nur auf die höchsten Gipfel bringen, aber nicht wirklich unter den geistig gesunden leben lassen.

Ein anderer Mythos ist für das aktive Training weniger relevant: Der Muskelkater entstehe in den Muskeln durch Milchsäure, Laktat, das zu einer Übersäuerung führe. Das gilt heute als nahezu widerlegt. Stattdessen geht man davon aus, dass kleine Risse im Muskel entstehen, wenn ein Muskel gleichzeitig angespannt wird und dabei auch noch gedehnt wird.

An dieser Vorstellung erkennt man aber auch schon die Risiken von exessivem Training: Wer es übertreibt, riskiert, die Muskeln wirklich dauerhaft kaputt zu machen.

Deswegen ist auch ein anderer Mythos falsch: Training ist nicht nur dann effektiv, wenn Muskelkater auftritt. Im Gegenteil: Heftiger Muskelkater deutet eher darauf hin, dass Sie es übertrieben haben. Langsam immer mehr machen ist die bessere Vorgehensweise.

Bedeutung fürs Training

Wenn Sie Ihr Training planen, sollten Sie sich nicht unbedingt von Mythen rund um den Muskelkater beeinflussen lassen, aber auch sonst hat der Muskelkater nicht den größten Einfluss: Es ist einfach noch nicht ausreichend geklärt, welche Funktion er hat.

Beachten Sie trotzdem einfach die Tipps zum gesunden Trainieren in Ihrem Fitnessstudio oder fragen Sie Ihren Arzt zu Ihrer persönlichen Situation.

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