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Nach Ebola-Infektion immun: Überlebende können Kranken helfen

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Ist man nach einer überstandenen Ebola-Infektion gegen das Virus immun? Ebola gilt derzeit als die gefährlichste Virusinfektion, aber wer sie überlebt, der wird nie wieder daran erkranken. Hundertprozentig sicher ist das zwar nicht, aber Experten und Mediziner gehen davon aus, dass Überlebende des Ebola-Virus die Krankeit nicht mehr bekommen können. Allerdings sind die Patienten auch noch wochenlang der Genesung infektiös.

Wenn das Immunsystem stärker ist, als das Virus, überlebt der Patient. Bei etwa 30 Prozent der Erkrankten war dies bisher der Fall. Da ist es auch egal, wie alt der jeweils Betroffene ist. Ein Kind überlebte schon, aber auch ältere Menschen haben den gefährlichen Virus besiegt. Allerdings herrscht eine Riesenskpesis in den afrikanischen Dörfern gegenüber Überlebenden des Virus. Denn dort wird die Krankheit als eine Art Fluch angesehen.

Dennoch bleiben bei Überlebenden die Viren in den Körperflüssigkeiten. Im Urin, Blut, Schweiß, Samenflüssigkeit oder Vaginalsekret lässt es sich immer noch nachweisen. Es dauert Wochen, bis der Virus endgültig besiegt ist. Doch es ist möglich, sagt Bernhard Fleischer, Leiter der Immunologie am Bernhard-Nocht-Institut (BNI) für Tropenmedizin: "Das Virus lässt sich vollständig eliminieren."

Was passiert, wenn man sich mit Ebola infiziert hat?

Patienten, denen es besser geht, haben weniger Viren in ihrem Körper. Medizinisch gelten Patienten, die geheilt sind, schon wenige Tage nach der Genesung als nicht mehr ansteckend. Dennoch ist die Nutzung von Kondomen ein Schutz davor, Mitmenschen anzustecken. Auf einer Ebola-Konferenz in Sierra Leone wird derzeit beraten, wie Überlebende Kranken helfen können. Bis zu 2500 Überlebende sollen in den nächsten Monaten laut Unicef für die Bekämpfung des Virus ausgebildet werden. Dies sei eine erste Maßnahme, auf die viele weitere folgen sollen, sagt Unicef-Sprecher Christophe Boulierac.

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