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Neue Partydroge - wie gefährlich ist Lachgas?

Lachgas als neue Partydroge? Darüber können Chemielehrer vermutlich nur lachen - denn immerhin erwähnen die immer wieder in ihren sechsten oder siebten Klassen, dass man das Gas, das zu Hause für die Sahnesprühdoseverwendet wird, auch als Droge benutzen kann. Und Zahnärzte wissen das auch schon lange. Jetzt ist die Information auch bei all denen angekommen, die ständig auf der Suche nach einem neuen High sind – und dabei das Gefühl von Sicherheit wollen. In London ist das Einatmen des Gases aus Luftballons zur Zeit hochmodern.

Wirkung

Die sichtbare und fühlbare Wirkung von Lachgas oder Dinatriumoxid ist recht einfach zu beschreiben: Nach dem Einatmen des Gases wird dem Konsumenten ein wenig flau und er fängt an, sehr zu lachen. Wie man bereits im 19. Jahrhundert entdeckt hatte, wirkt das Gas vorübergehend schmerzstillend und beruhigend. Es wurde also viel bei Zahnärzten eingesetzt. Heute benutzt man es seltener, weil es nicht besonders stark wirkt. Außerdem muss es immer mit Sauerstoff verabreicht werden, damit ein Patient nicht erstickt.

Vermeintlich harmlose Droge

All diese Verwendungen scheinen darauf hinzudeuten, dass die Droge recht harmlos ist. Der Zahnarzt verabreicht seinen Patienten immerhin sicher nichts gefährliches. Und wenn man damit sogar Lebensmittel herstellt, kann so eine Lachgaspatrone, wie sie für gerade mal 30 Cent bei amazon erhältlich sind, ja kaum gefährlich sein? Als Partydroge war Lachgas übrigens schon im 17. Jahrhundert bekannt. Man traf sich schon damals speziell zu Lachgas-Partys.

Risiken der Dosierung

Das Problem ist wie bei so gut wie jedem Stoff die richtige Dosierung. Einen halben Luftballon leer zu atmen, wird den wenigsten Leuten schaden. Aber natürlich gibt es einerseits Risikogruppen (also Menschen, die sowieso Schwierigkeiten mit dem Atmen haben oder andere gesundheitliche Probleme) und andererseits – ebenfalls wie überall – risikofreudige Idioten: Wer versucht, möglichst viel Lachgas einzuatmen, riskiert, daran zu sterben.

Andere Risiken

Ein anderes Problem können – wie bei allen stimmungsverändernden Drogenpsychische Probleme sein. Weil das Gas auch angstlösend wird, kann auf den Konsum ein Absturz folgen. Außerdem ist es möglich, dass man sich im betäubten Zustand Verletzungen zuzieht, deren Ernsthaftigkeit man zu spät bemerkt. Außerdem gibt es nach langem Konsum noch biochemische Probleme wie zum Beispiel Vitamin B12- oder Folsäuremangel – besonders für Schwangere verheerend.

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