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Neurodermitis – Urlaubstipps für Betroffene

Ständiges Jucken und Brennen, teilweise offene und rote Stellen auf der Haut und besonders starke Schübe, wenn es stressig wird – Neurodermitis kann Betroffenen den Alltag immer wieder erschweren. Erholung versprechen die nahenden Sommerferien. Doch gibt es einiges, worauf Sie bei der Wahl des Urlaubsorts achten sollten, damit nicht nur Sie selbst entspannt aus dem Urlaub zurückkehren, sondern auch Ihre Haut.

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Aufgepasst bei der Wahl des Urlaubsorts

Viele Neurodermitiker werden die Qualen kennen: juckender Schweiß bei brennender Hitze und entzündliche Hautreaktionen bei dem Kontakt mit verschieden Pflanzen oder Materialien. Doch gerade im Urlaub in einer ungewohnten Umgebung können viele Neurodermitis-Auslöser lauern – darum sollte man schon bei der Wahl des Urlaubsziels ganz genau hinschauen.

So ist zum Beispiel ein eher gemäßigtes Klima mit Temperaturen zwischen 10 und 28 Grad zu empfehlen. Erwiesenermaßen eignen sich als Urlaubsort für Hautgeplagte besonders das Hochgebirge und die See. Frische Berg- oder Seeluft ist reizarm und enthält weitaus weniger Allergene und Schadstoffe als Großstadtluft. Zudem ist in diesen Gebieten die UV-Strahlung besonders intensiv, was bei Neurodermitis entzündungshemmend wirkt.

Allerdings kommt es gerade für Neurodermitiker darauf an, beim Sonnenkontakt das richtige Maß zu finden: Jeder auch nur leichte Sonnenbrand kann einen neuen, besonders schweren und damit schmerzhaften Schub auslösen.

Allergene vermeiden

Zudem kommt es durch eine intensive Sonneneinstrahlung natürlich meist auch zu vermehrtem Schwitzen. Der Schweiß löst auf der empfindlichen Haut jedoch nicht nur ein unangenehmes Gefühl aus, durch die Freisetzung juckreizfördernder Moleküle können sich die Beschwerden stark verschlimmern. Nehmen Sie also am besten weite und atmungsaktive Kleidung mit in den Urlaub, um unnötige Hautreizungen durch starkes Schwitzen zu vermeiden. Vergessen Sie außerdem nicht, sich mit einer parfum- und konservierungsstofffreien Sonnenlotion mit hohem Lichtschutzfaktor einzucremen.

Bei der Wahl des Hotels sollten Sie darauf achten, dass es für Allergiker geeignet ist; hier gibt es sogar spezielle Allergikerhotels, die bei Bettwäsche und Co. auf antiallergene Stoffe und Waschmittel achten.

Sind Sie sich dennoch unsicher, nehmen Sie am besten eigene Handtücher und Bettwäsche mit in den Urlaub – auch wenn das viel Platz im Koffer kosten mag.

Sollte es einen Hotelpool geben, testen Sie erst einmal vorsichtig, wie Ihre Haut auf den Chlorgehalt des Wassers reagiert. Eine ausreichende Pflege mit fetthaltigen Salben oder Cremes ist nach dem Baden natürlich ein Muss – mehr dazu auf Neurodermitis-Hautwissen.de. Das Bad im Meer kann durch den hohen Salzgehalt sogar für Linderung sorgen – jedoch sollten Sie die Dauer des Bades nicht übertreiben und so Ihre Haut unnötig reizen.

Nicht stressen lassen

Auch beim Essen sollten Sie vorsichtig sein. Natürlich ist es schade, aber gerade bei exotischen Lebensmitteln müssen Sie als Neurodermitiker aufpassen. Vor allem aber sollten Sie im Urlaub Stress vermeiden – das ist oft das beste Heilmittel!

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