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Fitness für Fortgeschrittene: Nordic Walking als Ganzkörpertraining

Eine Trainingsform wie Bauch-Beine-Po war gestern. Wer seinen kompletten Körper trainieren möchte, setzt zukünftig auf Nordic Walking. Denn entgegen aller Vorurteile ist der skandinavische Laufsport keineswegs nur etwas für ältere Semester. Was viele nicht wissen: Etabliert wurde die Walkingvariante von Spitzenathleten aus den Bereichen Biathlon, Langlauf und Nordische Kombination und zwar als Trainingsmethode für den Sommer. Kein Wunder, dass sich das Workout als so vielfältig und effektiv erweist. „Richtig angewendet, können Läufer beim Nordic Walking nicht nur Beine und Po, sondern auch die gesamte Oberkörpermuskulatur stärken und dabei ordentlich Kondition aufbauen“, weiß Jens Auch von N&W curve, einem Spezialisten für Laufstöcke.


    Foto: N&W curve


Effektives Allround-Training

Im Alltag ist unser Bewegungsapparat häufig durch stundenlanges Sitzen im Büro oder im Auto stark eingeschränkt. Die Folge: Der Stoffwechsel fährt herunter und es kommt zu Verspannungen im gesamten Körper. Um einen Ausgleich zu schaffen, ist es umso wichtiger, eine sportliche Aktivität zu wählen, die alle Muskelgruppen beansprucht und nicht nur eine Körperpartie fokussiert. Nordic Walking aktiviert 90 Prozent der gesamten Muskulatur und schont gleichzeitig Gelenke, Bänder und Sehnen. „Neben Beinen und Gesäß trainieren Läufer durch das Abdrücken vom Boden mit den Stöcken auch Brust-, Schulter- und Armmuskulatur und entlasten gleichzeitig ihre Fußgelenke“, erklärt Jens Auch. „Bei korrektem Bewegungsablauf wird der Rumpf stabilisiert und Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich lösen sich. Der Ausdauersport wirkt nicht nur Beschwerden im Rücken entgegen, sondern stärkt diesen auch präventiv.“


Den Kreislauf in Schwung bringen

Durch das Ganzkörpertraining kommt zudem das Herz-Kreislauf-System richtig in Schwung. Durchschnittlich verbrennen Nordic Walker bei einer Laufgeschwindigkeit von sechs Stundenkilometern circa 400 Kilokalorien in 60 Minuten. Wer etwas schneller unterwegs ist, verbraucht sogar bis zu 650 Kilokalorien. Ein weiterer positiver Effekt: Läufer verbringen viel Zeit an der frischen Luft, somit wird das Gehirn mit zusätzlichem Sauerstoff versorgt. Die extra Portion Licht hemmt die Melatonin-Ausschüttung und fördert die Produktion von Vitamin D.


    Foto: Pixabay


Das richtige Tool wählen

Nicht nur der Ausdauersport Nordic Walking nimmt an Fahrt auf, auch die zugehörigen Trainingsgeräte zeigen sich immer ausgefeilter. „Beim Walking kommt es neben dem korrekten Bewegungsablauf auch auf die richtige Ausrüstung an“, weiß Jens Auch von N&W curve. „Dank innovativer Forschung und Entwicklung gibt es mittlerweile speziell geformte Stockmodelle wie beispielsweise den Ergocurve, der sich mit seiner Doppelbiegung optimal an die Biomechanik des Gehens anpasst. Somit wird Fehlstellungen vorgebeugt und das Training gewinnt an Effizienz.“


Die richtige Länge sollte es sein

Ebenso wichtig für eine gesunde Haltung ist, neben der Wahl des passenden Tools, vor allem die richtige Länge. Hier sollten sich angehende Läufer genau an die Herstellerangaben halten und sich gegebenenfalls professionell beraten lassen. Denn die optimale Länge variiert nicht nur nach Körpergröße, sondern auch nach favorisierter Gangart: Mit den Stöcken können ambitionierte Anwender neben Walking schließlich auch Jogging, Jumping oder Skating betreiben.


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