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Obama hält Kiffen für nicht gefährlicher als Alkohol

  • Jewel Samad/AFP/Getty Images

US-Präsident Barack Obama äußert sich offen zum Thema Kiffen: ER hält das Rauchen von Marihuana laut einem Interview mit der Zeitschrift "The New Yorker" für nicht gefährlicher als Alkohol, wenngleich für eine "schlechte Idee" - galt schließlich auch er als kiffender Jugendlicher, worüber sich viele Amerikaner irritiert zeigen.

Der Mensch berauscht sich jederorts, die einen mit Alkohol oder Tabak, die anderen mit Cannabis. Jüngst wurde in den US-Bundesstaaten Colorado und Washington der Konsum und Handel mit Marihuana legalisiert. Man argumentiert mit dem sich nicht erheblich unterscheidenden Suchtpotenzial zwischen Alkohol, Tabak oder Marihuana. Ob Joint, Feierabendbier oder das oft als stilvoll angesehene Glas Wein zum Abendessen, wer Rauschmittel konsumiert, sollte sich ihrer Wirkung und Schädigung für den eigenen Körper bewusst sein.

"The Story", die Biografie Obamas von Pulitzer-Preisträger David Maraniss, beschreibt den späteren US-Präsidenten als Mitglied einer Jugendclique, der "Choom Gang", die den Ruf einer Kifferbande innehatte. Besonders gern rauchten sie Haschisch bei geschlossenen Fenstern im Auto, um nichts zu verschwenden. Kritisch und ehrlich setzte sich Obama bereits 1995 in seiner Autobiografie "Dreams from My Father" mit seinen jugendlichen Drogenerfahrungen auseinander: "Marihuana hatte geholfen. Und der Suff. Vielleicht auch ein bisschen Koks, wenn man es sich leisten konnte. Heroin nicht."

Auch heutzutage steht der Friedensnobelpreisträger zu seiner damaligen Meinung: "Ich denke nicht, dass es [Marihuana rauchen] gefährlicher als Alkohol ist", es sei "eine schlechte Idee, Zeitverschwendung und nicht sehr gesund", wie er seinen beiden Töchtern Sasha und Malia laut der Zeitschrift "The New Yorker" riet. Die kürzliche Legalisierung des Konsums und Handels mit Marihuana in den US-Bundesstaaten Colorado und Washington begrüße der US-Präsident, sehe es jedoch vorerst als ein "Experiment". Auf Bundesebene fordere er keine Legalisierung, auch weil es immer wieder zu damit verbundenen sozialen Problemen käme. Insbesondere Afroamerikaner und Latinos aus ärmeren Schichten würden in den USA eher wegen Drogenbesitzes inhaftiert, kritisierte Obama: "Es ist wichtig für die Gesellschaft, nicht eine Situation zu haben, in der ein großer Teil der Bevölkerung im einen oder anderen Moment das Gesetz gebrochen hat, doch nur eine ausgewählte Zahl bestraft wird."

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