Osterhase, Eiersuche & Co: Osterbräuche in Deutschland

Ostern ist das wichtigste und älteste Fest des Christentums zu Ehren der Auferstehung Jesu Christi. In Deutschland und in vielen anderen Ländern haben sich jedoch neben den vielen christlichen Traditionen mit der Zeit auch viele andere Osterbräuche eingebürgert, die das Fest zu einem geselligen Ereignis für die ganze Familie machen.

Was hat es mit dem Osterhasen auf sich? Warum sucht man zu Ostern buntbemalte Eier im Garten? Welche Bedeutung haben das Osterfeuer und die Osterkerze?

Das Abbrennen eines Osterfeuers in der Nacht von Ostersamstag auf Ostersonntag und in der folgenden Nacht ist ein uralter Brauch. Das Feuer sollte ursprünglich den Winter und seine bösen Geister vertreiben. Ein Blick in den Schein soll nun auch Glück für das neue Jahr bringen. An dem geweihten Feuer wird traditionell die Osterkerze entzündet, die dann feierlich in die Kirche getragen wird. Sie soll während der 50tägigen Osterzeit von Ostern bis Pfingsten an Taufgottesdiensten und bei Beerdigungen als Zeichen für den Ursprung des Lebens und des Lichtes in der Dunkelheit brennen.

Der Hase war schon zu alten Zeiten ein Tier, das Leben und Fruchtbarkeit verkörperte. In Byzanz war der Mümmelmann in der Tiersymbolik ein Symbol für Christus. Bis zum 16. Jahrhundert hatte er jedoch noch mit einiger Konkurrenz in seiner österlichen Tätigkeit zu kämpfen: In einigen Regionen kam nämlich der Fuchs oder der Hahn, in anderen gar der Storch, der Kuckuck, der Kranich oder auch der Auerhahn, um die Ostereier im Garten zu verstecken. Da Meister Langohr im Frühjahr jedoch vermehrt auf Futtersuche auch in die heimischen Gärten kommt, wurde ihm dann mit der Zeit das Eierverstecken zu Ostern angedichtet.

Das Eierverzieren, -verstecken, -suchen und -essen ist ein weitverbreiteter Osterbrauch in Deutschland. Das Ei steht als Symbol des Lebens, der Fruchtbarkeit und der Erneuerung. In der vierzigtägigen Fastenzeit vor Ostern durften keine Eier gegessen werden. Damit sie in der Zwischenzeit aber nicht schlecht wurden, mussten sie haltbar gemacht werden: Man kocht sie und legte Pflanzenteile zum Färben der Eier mit in das Kochwasser, damit sie später von den rohen Eiern unterschieden werden konnten.

Mit der Zeit erfand man immer neue, kreative Gestaltungsmöglichkeiten für die dünnen Schalen der Ostereier. Bevor die bunten Eier im Garten am Sonntag vom Osterhasen dann versteckt werden, werden sie am Ostersamstag in der Kirche geweiht. Übrigens: Bei der Ostereiersuche war lange Zeit die Farbe nicht ohne Bedeutung. Ein zuerst gefundenes blaues Ei sollte Unglück bringen, ein Rotes hingegen drei Tage Glück.

Quelle: ostern-mit-dem-osterhasen.de, welt.de
Bild: morvai csilla (Flickr)

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