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Pfingsten und seine Bedeutung für das Christentum

49 Tage nach Ostersonntag, also immer an einem Sonntag, feiern Christen Pfingsten. Weil der Tag keine eigenen Schokoladenfiguren mit sich bringt, wissen viele nicht, worum es eigentlich geht, obwohl Pfingsten eines der wichtigen und hohen Feste sowohl in der evangelischen als auch katholischen Kirche ist.

Hier also eine kurze Übersicht zu Pfingsten und seiner Bedeutung für das Christentum.

    bachweb / Flickr

Pfingsten: Bedeutung und Geschichte

Wie das gesamte Christentum hat auch das Pfingstfest seinen Ursprung in einer jüdischen Tradition. Kurz gesagt kam an diesem Tag der heilige Geist über die Jünger, eine rein christiliche Idee, aber dass sie überhaupt versammelt waren, lag an dem jüdischen Fest Schawuot.

An diesem Tag feiert man im Judentum (wiederum kurz gefasst), dass Gott den Menschen die zehn Gebote gegeben hat. Das Fest heißt auch "Wochenfest", weil es eine festgelegte Zeitspanne nach dem Pessach-Fest gefeiert wird.

Ähnlich ist das Pfingstfest nicht nur, weil es ebenfalls in einem festgelegten Abstand vom Osterfest stattfindet, sondern auch, weil Pfingsten und seine Bedeutung für das Christentum ähnlich sind: Der heilige Geist "kam auf die Jünger herab". Das bedeutet etwas ähnliches wie eine Offenbarung Gottes.

Im modernen Christentum glaubt man an die "Dreifaltigkeit". Das bedeutet, dass Gott zwar eins ist, aber gleichzeitig drei Teile hat, die miteinander verbunden sind und weder getrennt voneinander noch als Einheit verstanden werden können: Gott, Jesus und der heilige Geist.

Dieser "heilige Geist" wird auf Bildern meist durch eine Taube oder eine Flamme über dem Kopf einer Person dargestellt. Er steht für viele Menschen für die Offenbarung Gottes in ihnen, also dafür, dass sie wirklich von ihrem Glauben erfüllt sind.

Die Jünger, die damals als erste von diesem heiligen Geist erfüllt wurden, bekamen zusätzlich zu dieser Gewissheit auch die Fähigkeit, das Evangelium zu verkünden. Dazu gehörte auch, dass sie plötzlich so sprechen konnten, dass jeder Mensch sie in seiner Muttersprache hörte und verstand.

Heutige Pfingstbräuche

In einigen sehr fundamentalistischen oder hingebungsvollen Kirchen und Gruppen ist Pfingsten in seiner Bedeutung für das Christentum kaum zu unterschätzen. Alle Mitglieder streben nach einem Offenbarungserlebnis, wie es die Jünger damals erlebt haben und machen es sich zum Ziel, ebenfalls "in Zungen sprechen" zu können.

Weniger am Glauben orientiert sind viele Pfingstbräuche in Deutschland: Erstaunlich ähnlich zum Maifeiertag werden Pfingstbäume gepflanzt, Tänze veranstaltet oder Liebesbeweise durchgeführt. Außerdem gibt es Gegenden, in denen die Nacht von Sonntag auf Montag, ähnlich wie Halloween , ursprünglich zum Geistervertreiben gedacht war, und heute für Streiche genutzt werden kann.

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