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Pilzvergiftung was tun?

Die Pilzsaison 2014 kommt mit vielen Notrufen - aber was tun, bei einer Pilzvergiftung und woran erkenne ich sie?

Mit der Pilzsaison kommen auch immer wieder die Warnungen vor Pilzvergiftungen - problematisch sind selten Leute, die tatsächlich einen Fliegenpilz probiert haben. Von dem weiß immerhin jedes Kind, dass er giftig ist. Gefährlich sind giftige Pilze, die essbaren Pilzen sehr ähnlich sehen und die niemand mit Sachverstand beurteilt hat.

Pilzvergiftung vorbeugen

Die sinnvollste Maßnahme ist immer, der Vergiftung vorzubeugen. Dazu sollte man keine Pilze essen, die nicht von einem Experten von der DgfM begutachtet wurden. Die können die giftigen Pilze besser identifizieren, als Laien und wurden speziell ausgebildet. Nur so kann man sich gut schützen. Auch selbsternannten Profis ist dabei nicht zu trauen.

Pilzvergiftung nach dem Essen

Wenn die Pilzsaison besonders früh beginnt und für die Sammler viele Erfolge verspricht, , wie es in diesem Jahr der fall ist, wie 2014, dann gibt es auch besonders viele Fälle von Vergiftungen. Man bemerkt die Pilzvergiftung meistens kurz nach dem Essen oder schon während der Mahlzeit. Gefährlich sind aber meist gerade die Pilzgifte, die nur verzögert wirken und sich dann schon im Körper ausgebreitet haben – Symptome können sogar erst zwei Wochen nach der Mahlzeit auftauchen!

Symptome einer Vergiftung

Symptome einer Pilzvergiftung sind meistens im Magen-Darm-Bereich zu suchen: Durchfall, Übelkeit und Erbrechen, Bauchschmerzen oder Magenkrämpfe kommen vor. Aber abgesehen davon gibt es auch viele weitere Symptome, weil die Gifte als Nervengifte wirken: Schwindel, Atemnot, veränderte Bewusstseinszustände, Gefühlsschwankungen, Schweißausbrüche und so weiter. Besonders gefährlich sind natürlich Herzrasen oder verlangsamter Herzschlag. Es gibt auch Pilzgifte, die langfristig Leber oder Nieren angreifen oder über einen Tiefschlaf zum Tod führen.

Verhalten bei einer Vergiftung: 112 rufen

Wenn jemand Symptome einer Vergiftung zeigt, sollte man sofort den Notarzt oder den Giftnotruf in seinem Bundesland anrufen. Man sollte auf keinen Fall versuchen, eine Pilzvergiftung ohne genaue Diagnose eines Mediziners zu behandeln. Wer giftige Pilze gesammelt oder gegessen hat, kann sich hier sicher nicht auf seinen Sachverstand berufen! Es ist wichtig, dass die Art der Pilze bestimmt wird, also sollte man alle Reste mit zum Arzt nehmen, die noch nicht verschwunden sind.

Behandlung einer Pilzvergiftung

Die Behandlungsmaßnahmen unterscheiden sich bei einer Vergiftung stark nach dem Gift. Manchmal ist Erbrechen hilfreich, manchmal überhaupt nicht. Deswegen sollte man auf keinen Fall einfach herum raten und irgendetwas tun! Im Krankenhaus können auch Gegengifte verabreicht werden oder es muss operiert werden, wenn schwere Leberschäden eine Transplantation erforderlich machen. Manche Gifte bescheren dem Vergifteten aber auch "nur" eine unangenehme Zeit: Nach ein paar Stunden klingen Angst oder Schmerzen wieder ab.

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