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Reha-Anspruch: Wie oft besteht er?

Es kann aus unterschiedlichen Ursachen notwendig sein, eine Rehabilitationsmaßnahme in Anspruch zu nehmen. Für die verschiedenen Bedürfnisse aber auch mit unterschiedlichem Ziel hat das Bundesministerium für Gesundheit diverse Rehabilitationen möglich gemacht. Hierauf hat jeder Betroffene dann einen Reha-Anspruch. Doch wie oft kann man eine solche Einrichtung besuchen? Und was gilt es zu beachten?

    Thomas Kohler/ Flickr

Drei Arten von Reha

Nach einer schweren Krankheit und einer entsprechenden Intensivmedizinischen Versorgung, zum Beispiel in einem Krankenhaus, kann eine Reha-Maßnahme beantragt werden. Hier gibt es generell verschiedene Arten der Rehabilitation zu beachten. Zum einen gibt es die medizinische Reha, die einer Verschlimmerung des körperlichen Zustandes vorbeugen oder eine bestehende Krankheit lindern soll. Des weiteren gibt es die berufliche Reha, die zum Ziel hat, die Arbeitsfähigkeit bzw. die Teilname des Betroffenen am Arbeitsleben wieder herzustellen. Außerdem finden sich auch Möglichkeiten der sozialen Rehabilitation- diese sollen die möglichst reibungslose Teilname am sozialen Leben und der Gesellschaft fördern oder Patienten wieder in ein soziales Leben einbetten.

Alle diese Maßnahmen können dann in Anspruch genommen werden, wenn eine Indikation vorliegt. Diese muss meist ein Arzt stellen, aber in manchen Fällen kann dies auch von anderen Berufsgruppen, so zum Beispiel Psychotherapeuten, zusätzlich befürwortet werden. Ihr Begehren wird dann geprüft, und es wird eine entsprechende Maßnahme folgen. Wenn Sie einen vorzeitigen Rentenantrag stellen, müssen Sie ebenfalls vorher eine Reha in Anspruch nehmen.

Wer bereits eine Reha absolviert hat, der kann erst nach Ablauf von vier Jahren einen neuen Antrag stellen. Hier gibt es allerdings auch Ausnahmen- macht eine dringende Indikation dies erforderlich, haben Sie auch vorher einen Reha-Anspruch. Wie oft dies geschieht, wird im Einzelfall entschieden.

Individuelle Entscheidung

Bei einem Reha-Anspruch gilt also: wie oft Sie eine Maßnahme absolvieren können, ist von Ihrem persönlichen Zustandsbild abhängig. In diesem Falle, aber auch bei einer Verlängerung der Maßnahme, wird der medizinische Dienst der Krankenkassen tätig und wird die Indikation genau überprüfen. Es gibt kein Höchstmaß an Rehabilitationen, was nicht überschritten werden darf.

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