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Saharastaub: Wüstensand färbt den Himmel über Deutschland

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Saharastaub färbt derzeit den Himmel über Deutschland: Ein positiver Aspekt des Naturschauspiels und wahrer Traum für jeden Romantiker, ist der intensiv gefärbte Sonnenauf- bzw Sonnenuntergang. Regen wäscht den Wüstensand aber herunter und aus den gelb-rötlichen Staubpartikeln in den Wolken entsteht ein sogenenannter Blut-Regen.

Das warme Wetter hat in den letzten in einigen Regionen dafür gesorgt, dass Staub und Sand aus der Sahara über Deutschland wehte. In den nächsten Tagen soll es sich abkühlen und trotzdem kann der Saharastaub immer noch aus Nordafrika herüber geweht werden. Für die nächste Woche ist Regen angekündigt und der sorgt dafür, dass der Saharastaub aus der Atmosphäre gewaschen wird und herunter rieseln kann.

Die Temperaturen haben die Menschen in Deutschland zwar erfreut und einen kleinen Vorgeschmack auf den Sommer gegeben, aber als ärgerliches Nebenprodukt kam auch Saharastaub herüber. "Bereits seit vergangenem Samstag messen wir sowohl in höheren Atmosphäre-Schichten als auch am Boden eine erhöhte Konzentration an Sahara-Staub", sagt Harald Flentje, Aerosol-Wissenschaftler am meteorologischen Observatorium Hohenpeißenberg. Der Staub hat leider auch negative Auswirkungen, die Feinstaubbelastung steigt dadurch an. Dazu kann die ganz besondere Wolke auch die direkte Sonneneinstrahlung merklich bremsen. Für Allergiker sowie Asthmatiker kann die trockene Wetterlage zu erheblichen Problemen führen.

Vor allem südwestlich der Linie vom Emsland bis nach Oberfranken hatten die Menschen mit erhöhtem Staub in der Luft zu kämpfen. Das gab jetzt der Deutsche Wetterdienst bekannt. Bereits im Januar wehten Staub und Sand aus der Sahara herüber. Damals waren die Saharastaub-Werte sogar noch höher als die aktuellen Werte. Damals hat es einfach mehr geregnet. Denn Regen ist dafür verantwortlich, dass der Wüstensand aus der Atmosphäre gewaschen wird und niederprasselt.

FOTOS: Saharastaub in Deutschland

Nun soll es wieder kühler werden, doch die Sandgefahr besteht immer noch. Und für nächsten Donnerstag ist Regen angesagt. Verantwortlich für das hohe Staubaufkommen ist ein Wüstensturm, der derzeit durch Marokko tobt. Und dieser bezieht weite Teile Europas mit ein. Aber auch ohne Regen kann der Saharastaub über Deutschland sichtbar werden. Dafür sorgt dann schon die Erdanziehungskraft.

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