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Samenspende: Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein?

Derzeit wird das Thema Samenspende in den Medien diskutiert. Menschen, die aufgrund von gespendeten Sperma gezeugt wurden, haben nun das Recht, zu erfahren, wer ihr leiblicher Vater ist. Aber wie funktioniert eigentlich eine Samenspende, welche Voraussetzungen müssen dafür geschaffen sein. Wir geben in diesem Artikel einen Überblick über das pikante Thema.

Sperma muss qualitativ gut sein

Eine Samenspende abzugeben ist eigentlich eine gute Möglichkeit, schnell und mühelos etwas Geld zu verdienen. Zwischen 25 und 100 Euro gibt es für eine brauchbare Spende. Aber jeder, der dies tut, sollte sich darüber im Klaren sein, dass mit seinem Sperma dann Kinder gezeugt werden. Und er muss sich Untersuchungen unterziehen lassen. Denn ein Spender darf weder eine Drogen- noch Alkoholabhängigkeit vorweisen.

Das Sperma muss qualitativ sehr gut sein. Da es nicht sofort für eine Befruchtung genutzt wird, muss es eingefroren und dann wieder aufgetaut werden. Diesen Prozess muss die Samenspende überstehen. Bei der Spende werden außerdem äußerliche Merkmale des Spenders vermerkt. Damit soll sichergestellt werden, dass der soziale Vater nicht komplett anders aussieht, als der Spendervater. Auch die Blutgruppen werden in der Regel aufeinander abgestimmt. Eine sichere Sache ist eine Einpflanzung von Spendersamen aber nicht. Nur etwa 60 bis 80 Prozent der Frauen werden anschließend tatsächich schwanger.

Wenn jemand eine Samenbank in Anspruch nehmen möchte, um ein Kind zu bekommen, sollte darauf achten, dass es sich um ein seriöses Institut handelt. Das erkennt man daran, ob auf äußerliche Merkmal beim Spender geachtet wird und ob die Blutgruppen von Spender und sozialem Vater verglichen und aufeinander abgestimmt werden. Insgesamt summieren sich die Kosten auf mehrere tausend Euro, das muss jedem klar sein.

Spender hat wenige Rechte

Wer eine Samenspende abgibt, hat keine rechtliche Handhabe, zu erfahren, ob mit seinem Sperma Kinder gezeugt wurden. Seine eigenen Daten muss er dagegen abgeben. Sollte es zu einer Vaterschaftsklage kommen un es muss festgestellt werden, wer der Vater ist, ist der Arzt verpflichtet, die Daten des Spenders weiter zu geben.

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