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Schreckgespenster und Poltergeister: Grenzen ziehen gegen allzu grobe Halloweenstreiche

Lustige Streiche gehören mittlerweile zu Halloween dazu wie das Plastikgebiss zum Vampirkostüm: Wer hat nicht auch schon mal am Morgen nach Halloween< diverse Zeitungsschnipsel aus seinen vor der Haustür abgestellten Schuhen entfernen müssen? Bei den kleinen Kavaliersdelikten wie Rasierschaum auf Autos sprühen, Nachbars Holzbank im Vorgarten umstellen und den Gartenzaun mit Toilettenpapier dekorieren drückt so mancher auch gutmütig ein Auge zu...

Viele der kleinen Bösewichte, Monster und Schreckgespenster unterliegen jedoch dem Trugschluss, dass sie in der Halloween-Nacht mal so richtig auf die Pauke hauen dürfen: Unerkannt, vermummt und im Schutz der Dunkelheit treiben die kleinen Racker ihr gespenstisches Unwesen, zum großen Leid ihrer Eltern... Meistens müssen nämlich gerade die dann auch noch für anfallende Schäden aufkommen, weil auch an Halloween Eltern für ihre Kinder haften.

Delikte wie Sachbeschädigungen, Hausfriedensbruch, Diebstahl, Körperverletzung, Vandalismus, Belästigungen und Gefährdung des Straßenverkehrs nehmen an Halloween von Jahr zu Jahr zu. Die Hemmschwelle sinkt immer weiter, sobald die Rasselbande sich in einer kleinen Gruppe von Haus zu Haus bewegt, um Süßigkeiten zu erbetteln. Nicht selten werden auf diesen Streifzügen dann nebenbei Wände beschmiert, Blumenkästen zerstört, Autos zerkratzt und Böller in Briefkästen geschmissen: Grober Unfug, den dann die Eltern ausbaden und der Schadensersatzpflicht nachgehen müssen!

Eltern können sich nur dann vor der Haftung schützen, wenn sie nachweisen können, dass sie ihre Aufsichtspflicht an Halloween erfüllt haben. Meistens ist das ja ziemlich schwer zu realisieren, denn die kleinen Bösewichter lassen sich nur allzu schwer im Zaum halten.

Wer seinem Sprössling trotzdem freien Lauf an Halloween geben möchte, der sollte ihm doch im Vorfeld eine klare Grenze für die Streiche ziehen. Ihm sollte einschärft werden, dass er sich nicht dem Gruppenzwang ausgeliefert fühlen muss, sondern sich bei groben Streichen deutlich distanzieren kann. Notfalls kann man ihm dann im sicheren Abstand heimlich folgen.

Zur Sicherheit könnte man den Kindern auch ein Alternativprogramm zu ihrem nächtlichen Rumstreunen anbieten: Halloween-Partys werden sicherlich im Umkreis zu Genüge angeboten und auch dort wird es Süßigkeiten in Hülle und Fülle geben. Damit kann den kleinen Poltergeistern sicherlich schnell Einhalt geboten werden!

Quelle: Heimwerker online
Bild: ydhsu (Flickr)

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