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Schwangerschaft ist doch ansteckend!

Ganz so dramatisch ist es nicht, denn eine Frau muss immer noch die üblichen Handlungen selbst vornehmen, damit sie schwanger wird, Schwangerschaft nur bedingt ansteckend. Aber trotzdem steigt die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine Frau deren Arbeitskollegin gerade schwanger geworden ist, selbst schwanger wird, erheblich an. Ein guter Grund, dem Klatsch und Tratsch von der Arbeit der Frau doch mal Gehör zu schenken.

Schwangere Kugelbäuche für Kettenreaktion

Ist eine Frau im Büro schwanger, folgen häufig weitere. Am stärksten ist der Effekt, wenn die Frauen ungefähr im gleichen Alter sind. Für viele ist das nichts neues, sondern etwas, das man im Laufe seines Lebens schon häufig gesehen hat und auch leicht erklären kann. Bevor sich Paare für ein Kind entscheiden, sind sie oft sehr unsicher, fragen sich auch ob Beruf und Schwangerschaft vereinbar sind und grübeln über die Reaktion des sozialen Umfelds. Wenn aber schon jemand das "Territorium getestet" hat, ist es nicht mehr so schwer, selbst einen Schritt hinein zu wagen. Besonders Paare, die sowieso mit dem Gedanken an Nachwuchs spielen, können also durch eine schwangere Arbeitskollegin der Frau ermutigt werden, den Plan selbst durchzusetzen.

Der gleiche Effekt lässt sich vermutlich auch unter Bekannten und Freunden beobachten. Denn neben der Beruhigung einiger der auftretenden Sorgen kommen hier zwei weitere Überlegungen hinzu: Einerseits muss so das Kind nicht alleine groß werden, weil es bereits einen Spielkameraden im Bekanntenkreis der Eltern hat, bevor es noch wirklich geboren istt. Das nimmt von besonders stark grübelnden Eltern auch die Last, jetzt schon an Geschwisterkinder zu denken. Außerdem möchte das Paar nicht aus der sozialen Gruppe herausfallen. Dementsprechend wird die Schwangerschaft auch ansteckend, weil sich Freunde untereinander für "den nächsten Schritt" moivieren können.

Kein automatischer Effekt

Natürlich ist das kein automatischer Effekt und eine Schwangerschaft ist nicht ansteckend wie die Grippe. Sonst würde die Familienministerin vermutlich längst Schwangere Frauen in den ersten paar Monaten als "Springerinnen" einsetzen, um überall Schwangerschaften zu sähen. Stattdessen muss die Idee von der Fortpflanzung auf fruchtbaren Bodden fallen und dann vorsichtig gezüchtet werden - zum Beispiel von einem Arbeitgeber, der sich freundlich der werdenden Mutter gegenüber zeigt.

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