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Schwarzes Dreieck warnt vor Nebenwirkungen von Medikamenten

Seit diesem Jahr gibt es eine neue Verordnung bei Medikamenten: Sollten besonders viele oder starke Nebenwirkungen bei Einnahme der Arznei auftreten, so muss dies auf dem Beipackzettel mit einem schwarzen Dreieck gekennzeichnet werden. Damit sollen Patienten auf Nebenwirkungen sensibilisiert werden, den viele achten überhaupt nicht darauf und nehmen die Arznei einfach ein, ohne sich zu informieren.

Das schwarze Dreieck erinnert an ein Symbol aus der Zeichensprache. Es soll den Patienten darauf aufmerksam machen, den Beipackzettel genau durchzulesen. Dazu rät die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker. Allerdings soll auch keine Panik gemacht werden. 150 Medikamente werden seit dem 1 Januar mit dem Symbol versehen, allerdings sind diese Arzneien nicht besonders unsicher oder lösen zwingend starke Nebenwirkungen aus.

Die europäische Zulassungsbehörde EMA in London legt fest, welche Wirkstoffe mit dem schwarzen Dreieck gekennzeichnet werden. Es gehe dabei vor allem um Arzneien, die erst kurz auf dem Markt und zu denen es noch keine Erfahrungsberichte gibt. Die Patienten sollten die Wirkstoffe besser kennenlernen, indem sie sich über Nebenwirkungen informieren.

Misstrauen gegenüber bestimmten Medikamenten solle das schwarze Dreieck aber nicht auslösen. Darauf weist die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker deutlich hin. Die Apotheken und Mediziner hätten keinerlei Zweifel an der Wirksamkeit der Medikamente. Es solle lediglich darauf aufmerksam gemacht werden, dass Nebenwirkungen auftreten könnten.

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