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Schweinegrippe-Impfung für alle ab nächster Woche

Wie die Medien mitteilen, ist der Impfstoff für die Schweinegrippe ab dem 10. November für alle verfügbar. Bisher wurden Risikogruppen wie Feuerwehrleute, Polizisten und Mitarbeiter des Gesundheitswesens immunisiert. Ab nächster Woche bekommt die Zivilbevölkerung die Möglichkeit sich Impfen zu lassen. Die Anzahl der Erkrankten nimmt in Deutschland ähnlich wie in anderen betroffenen Ländern drastisch zu.

Nach aktuellen Zahlen sind es in Deutschland jede Woche 3000 Personen, bei denen die Schweinegrippe festgestellt wird. Begünstigt wird die Ausbreitung der Grippe durch die ohnehin saisonal bedingten Grippeerkrankungen. Bisher gibt es in Deutschland 25.000 gemeldete Fälle und vor allen Dingen im Süden steigt die Zahl der Infizierten. Das Robert-Koch-Institut rät daher zu einer Impfung, trotz der möglichen Nebenwirkungen, gerade angesichts der weltweiten Todeszahlen.

In Schweden wird schon seit dem 12 Oktober mit demselben Impfstoff, der auch in Deutschland Verwendung findet, geimpft, so dass auch schon die ersten Erfahrungswerte vorliegen. Eine genaue Zahl der bisher geimpften Menschen in Skandinavien ist noch nicht bekannt. Allerdings weiß man, dass Gesundheitsmitarbeiter circa 200 Verdachtsfälle von Nebenwirkungen gemeldet haben und zwischen 400 und 500 Geimpfte hätten selbst von Nebenwirkungen berichtet.

Gerade aus Angst vor den Nebenwirkungen will sich bisher ein Großteil der Bevölkerung nicht impfen lassen. Bisher sind in Deutschland 5 bis 6 Todesfälle im Zusammenhang mit der Schweinegrippe gemeldet. Auch wenn der Präsident des Robert-Koch-Instituts Jörg Hacker betonte, dass die Entscheidung zu einer Impfung eine rein individuelle Entscheidung ist, bekräftigte er seine Einschätzung, dass die Nebenwirkungen der Impfung immer noch ein geringeres Risiko darstellt, als die Gefahr, die eine Erkrankung an der Schweinegrippe darstellt.

Bild: Eneas De Troya (Flickr), ZaldyImg (Flickr)

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