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Schweres Schädelhirntrauma: Michael Schumacher schwebt in Lebensgefahr

Bei seinem Skiunfall im französischen Skiort Méribel hat sich Michael Schumacher offenbar sehr schwer verletzt, wie jetzt bekannt wurde, hat der ehemalige Formel 1-Weltmeister ein schweres Schädelhirntrauma erlitten. Schumi schwebe in Lebensgefahr und die Ärzte hätten ihn in ein künstliches Koma versetzt, gaben diese am Montag in einer Pressekonferenz an.

Aber was bedeutet "Schädelhirntrauma"?

Ärzte bezeichnen mit dem Begriff Verletzungen des Schädels, bei denen auch das Gehirn beschädigt wird. Prellung oder Verletzung der Kopfschwarte gehen häufig einher mit dem Trauma. Unterschieden wird in drei Schweregrade und die Folgen können Bewusstseinstrübungen, Krampfanfälle und Erbrechen, bei der schwersten Form auch Koma sein.

Was sind die Folgen für Michael Schumacher?

Zum jeztigen Zeitpunkt weiß niemand so recht, wie es denn nun weitergehen soll. Über die Folgen, die diese Verletzung beim Rennfahrer verursacht, können die Mediziner derzeit noch nichts sagen. Auch am späten Montagnachmittag wollte niemand etwas über die Überlebenschancen von Schumi sagen. Nur so viel steht fest: Die Situation sei außerordentlich ernst, wie das Krankenhaus in Grenoble in einer Pressemitteilung verlauten ließ. Weil Michael Schumacher in ein künstliches Koma versetzt worden ist, kann man wohl davon ausgehen, dass er die schwerste Form des Schädelhirntraumas erlitten hat.

Der Helm habe Schumacher das Leben gerettet. Hätte er ihn nicht aufgehabt, hätte der Formel 1-Fahrer den Aufprall bei seinem Skiunfall sicherlich nicht überlebt, sagte einer der behandelnden Ärzte. Doch das ist auch schon die beste Nachricht. Jean-Francois Payen, der behandelnde Anästhesist von Schumacher, sagte: "Die Statistik sagt, dass 40 bis 45 Prozent der Patienten bei solchen Kopfverletzungen früh versterben." Man müsse jeden Fall aber unterschiedlich sehen. Manche würden sich von solch einer Verletzung auch wieder komplett erholen.

Inzwischen ist die gesamte Familie von Schumacher im Krankenhaus in Grenoble eingetroffen. Weltweit macht man sich große Sorgen, vor allem im Ferrari-Team, für das Schumi mehrere Jahre lang fuhr. Bundeskanzlerin Angela Merkel meldetes sich ebenso wie etwa Formel 1-Fahrer Fernando Alonso, der ehemalige Mercedes-Sportchef Norbert Haug und Schumachers ehemaliger Manager Willi Weber. Für den Dienstag werden neue Informationen über den Gesundheitszustand von Michael Schumacher erwartet.

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