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Spanische Gurken tragen den EHEC-Erreger

Der gefährliche EHEC-Erreger könnte durch spanische Gurken nach Deutschland gekommen sein. Einer der spanischen Produzenten geht von einer Verunreinigung der Gurken auf dem Hamburger Großmarkt aus.

Das Hamburger Hygiene-Institut hatte am Donnerstag den Erreger auf Gurken aus Spanien festgestellt. Ein Sprecher des in Málaga ansässigen Betriebs 'Pepino Bio Frunet' wehrte die Vorwürfe ab, dass die Gurken in seinem Betrieb kontaminiert worden sein. Seine Firma wäre von einem Käufer darüber informiert worden, dass eine Charge mit 180 Gurkenkartons im Hamburger Großmarkt auf den Boden gestürzt wäre. Der Käufer soll in der Email geschrieben haben, dass er sie dennoch in Deutschland verkaufen wolle. Der Produzent vermutet jetzt, dass die Gurken durch den Bodenkontakt kontaminiert worden sein könnten. Die spanischen Behörden versprachen eine Prüfung der Vorwürfe.

Auch wenn zahlreiche Supermärkte und lebensmittelverarbeitende Betriebe spanische Gurken mittlerweile nicht mehr anbieten bzw. verwenden, sind sie nur ein möglicher EHEC-Träger. Auch Gurken aus den Niederlanden werden derzeit auf EHEC-Bakterien untersucht. Das Bundesinsitut für Risikobewertung warnt weiterhin generell vor dem Verzehr von rohen Tomaten, Blattsalaten und Gurken.

Der EHEC-Erreger hat dabei längst die Landesgrenzen überschritten. Auch in Dänemark, Schweden, Großbritannien und den Niederlanden erkrankten Menschen durch den Darmkeim. In Deutschland gibt es derzeit 700 EHEC-Fälle und Verdachtsfälle. Nach neuesten Informationen starben bislang drei Menschen an der Infektion. Die Meldungen der letzten Tage zeigen, dass die Infektionsquelle längst noch nicht eindeutig identifiziert ist. Wer ganz sicher gehen will, sich nicht mit dem EHEC-Erreger zu infizieren, sollte aber zurzeit auf spanische Gurken sowie rohe Tomaten, Salate und Gurken allgemein verzichten.

Quelle: ntv.de, spiegel.de, zeit.de
Bild: twicepix/flickr.com

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