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Spaziergang durch den eigenen Traum

Im Traum ist man meist nicht Herr seiner Lage. Man steuert sich selbst und sein Verhalten nicht bewusst, sondern wird quasi machtlos durch seinen Traum navigiert.

Jedoch muss es nicht so sein. Wäre es denn nicht auch viel interessanter, könnte man sich im Traum seiner Situation bewusst werden, und die Geschehnisse und Erlebnisse beeinflussen?

Ganz und gar nicht abwegig ist eine solche Vorstellung. Manche Menschen sind genau dazu in der Lage, und was noch besser ist, bis zu einem gewissen Grade kann dies auch jeder andere erlernen.

Luzide Träume (Klarträume) heißen diese Zustände im Schlaf, in denen der träumende in der Lage ist, selbst zu bestimmen, welche Bilder in seinem Kopf entstehen. Ganz oben auf der Hitliste steht dabei das Fliegen sowie – natürlich – der Sex! Dies erzählt der Mannheimer Traumforscher Michael Schredl.

Schredl fügt hinzu: „Nur etwa ein Viertel aller Erwachsenen hat Studien zufolge jedoch mindestens ein Mal im Leben einen luziden Traum. Nur wenige wissen daher, welche spannenden Erlebnisse im Schlaf möglich sind."

Zwar ist bislang unklar, ob tatsächlich jeder in der Lage ist, diese luziden Träume zu erleben, doch gibt es Techniken, mit denen man die Wahrscheinlichkeit auf einen solchen Traum erhöhen kann. Jedoch bedürfe es Geduld und Ausdauer. Eine gute Methode ist es, sich über mehrere Wochen vor dem Einschlafen zu sagen “Heute werde ich einen luziden Traum haben”.

Zusätzlich kann es helfen, wenn man im Alltag regelmäßig seinen Bewusstseinszustand hinterfragt – “träum ich, oder wach ich?”. Dies schärfe, so Schredl, die Wahrnehmung des Bewusstseins.

Quelle: Stern-Online
Bild: Jim Blob Blann (Flickr)

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