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Sport, Ernährung, Fernsehn - Kluge Kinder bleiben schlanker

Die klugen Kinder sind schlanker! Das sagen zumindest die Ergebnisse einer Studie des Universitätsklinikums Ulm. Genaugenommen geht es darum, wie gut die Kinder im Grundschulalter bereits über Bewegung, Ernährung und Medienkonsum informiert worden sind. Die Kids, denen die Zusammenhänge von Fernsehen, Mahlzeiten und Sport früh klar gemacht worden sind, neigen viel weniger zu bedenklicher Gewichtszunahme als die Uninformierten.

Die Themen rund um Bewegung, Fernsehen oder Computer, gesunder und ungesunder Ernährung standen ein Jahr lang auf den Lehrplänen von 1037 Zweitklässlern aus 34 Grundschulen. Diese "Versuchskaninchen" haben auch zusätzliche kleinere Sporteinheiten absolviert. Bei der Eingangsuntersuchung wurden 16,8 Prozent der Jungen und 17,4 Prozent der Mädchen als übergewichtig eingestuft, vier mal so viele wie bei einer Ulmer Messung vor 30 Jahren. Besonders Kinder mit Migrationshintergrund oder Kinder wenig gebildeter Eltern wogen zu viel, 27 Prozent aus dieser Gruppe kämpften mit zu viel Körperfett.

Die Kinder aus den Ulmer Grundschulen wurden in eine Kontrollgruppe und eine Interventionsgruppe eingeteilt. Letztere bekamen im gesamten Schuljahr mehr Bewegung, Informationen zu Sport und Medienkonsum und wurden ernährungstechnisch von den Wissenschaftlern betreut und beobachtet.

Die Ergebnisse überraschten die Forscher nicht unbedingt. Zu Beginn der dritten Klasse hatten Gewicht und Körperfett bei den informierten Kindern weniger zugenommen als bei der Kontrollgruppe. Nun machen sich die Forscher daran, Wege zu finden, das private Ess- und Bewegungsverhalten der Kinder zu beeinflussen. Denn auch zu Hause müssen die Informationen auf offene Ohren stoßen, damit alle Kinder klug und schlank sind.

Quelle: FOCUS Online
Bild: ebruli (Flickr)

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