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Stressbewältigung bei Kindern: Die Leistungsgesellschaft kann warten

Stress und Stressbewältigung bei Kindern ist ein wachsendes Thema in Forschung und Behandlung. Denn auch die Leistungsgesellschaft macht vor den Kleinsten unter uns nicht halt- wachsender Druck, Ansprüche und Aufgaben führen häufig schon bei Kindern zu bekannten Stresssymptomen. Doch als Eltern stehen Sie diesem Phänomen ganz und gar nicht hilflos gegenüber.

Leistungsdruck reduzieren lernen

Durch viele Prozesse, zum Beispiel auch der Schulzeitverkürzung, wachsen die Ansprüche an die Kinder. Immer häufiger werden Symptome an Kindern erkannt, die man sonst nur von Erwachsenen kennt- und zwar in Zusammenhang mit Burn-out-Erkrankungen. Schlafstörungen, Leistungsabfall, schlechte Stimmung, Ängste, ein innerer Druck oder auch Erschöpfungszustände- all dieses gibt es immer häufiger auch im Kindesalter zu beobachten.

Wenn Sie so etwas feststellen, dann sollten Sie handeln. Und zwar zunächst, indem Sie die äußeren Faktoren genau auf den Prüfstand stellen. Da gehen Sie am besten wie folgt vor: schauen Sie alle Termine des Kindes an. Gibt es genügend Zeiten zwischendurch, indem auch einfach nur gespielt werden kann? Oder sind Geigenunterricht, Nachhilfe und Nachmittagsunterricht, Sportverein und weitere Aktivitäten dicht in den Tagen der Woche geplant?

So beginnt der Prozess der Stressbewältigung bei Kindern, und es kann Ihnen (gemeinsam) gelingen, erst einmal einen Ist-Zustand zu erheben. Und in einem Gespräch mit dem Kind sollten dann erst einmal Pausen geschaffen werden, damit in ebenjenen das Kind sich nach dem eigenen Geschmack vergnügen kann. So sinkt das Stresslevel bereits- und Kinder haben eine ganz intuitive Fähigkeit, sich dann einen entsprechenden Ausgleich zu schaffen- ob das jetzt das ausgiebige Spielen, Malen oder Fussballspielen ist: jedes Kind sollte die Möglichkeit haben, sich selbst auch ganz eigeninitiativ zu beschäftigen.

Eine Balance zwischen Spiel und Ernst

Generell sollte die Stressbewältigung bei Kindern immer beinhalten, dass Sie auf einen Ausgleich zwischen Pflichten und Vergnügen achten- und milde intervenieren, wenn zum Beispiel gar kein Sport betrieben wird- oder auch zu viel. Lassen Sie das Kind spielen, und projizieren Sie nicht zu viele Ansprüche auf das Kind. So wird es auch entspannt aufwachsen können.

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