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Tattoo-Entfernung durch Laser - was taugts

Tattoo-Entfernungen gibts nicht erst seit gestern. Schon vor knapp 2000 Jahren berichtete ein griechischer Arzt von einer Mischung aus Kantharidin und Knoblauch, mit der man sich Teile der Haut wegätzte. Wollte man ein unliebsames Motiv von der Haut verschwinden lassen, so hatte man lange Zeit diese und ähnlich heftige Methoden zur Hand. Inzwischen gibt es Laser, die helfen, wenn einem das Geweih über dem Allerwährtesten nicht mehr gefällt. Aber was taugen die? Was soll eine Tattoo-Entfernung kosten? Und wo liegen die Risiken?

Wer es wirklich ernst meint und seine Haut-Bemalung gar nicht mehr mag, der ist in einer Laser-Klinik oder einem entsprechendem Hautarzt am besten aufgehoben. Kosmetiker und Tätowierer, die Entfernungen anbieten, sind meistens nicht so gut ausgebildet. Gute Adressen findet man z.B. bei der Deutschen Dermatologischen Lasergesellschaft. Selbst wenn der richtige Arzt gefunden ist, eine Tattoo-Entfernung kann sich unter Umständen über Jahre hinziehen. Die Haut muss sich zwischen den Behandlungen immer längere Zeit regenerieren, außerdem spielt die Größe der Tätowierung eine Rolle. Hier kommt das nächste große Problem auf den Patienten zu, die Kosten. Eine Laser-Sitzung kostet zwischen 50 und 250 Euro. Da immer mehrere Behandlungen nötig sind, muss man für die Entfernung eines großen Motives mehrere Tausend Euro rechnen. Sehr viel Geld, was definitv keine Krankenkasse übernimmt

Auch wenn es sich um hochmoderne Techniken handelt, um Schmerzen kommt man bei einer Tattoo-Entfernung durch einen Laser nicht vorbei. "Viele Patienten empfinden die Tattoo-Entfernung schmerzhafter als das Stechen", sagt die Hamburger Laser-Spezialistin Dr. Sabine Stangl. Leichte Betäubungsmittel können helfen, aber gerade bei großen Tätowierungen spürt man den Laser. Im Anschluss an so eine Behandlung sind die Hautstellen erst mal weiß und besonders sonnenempfindlich. Das legt sich, aber direkt vor einem Sommer-Urlaub sollte man die Laser-Prozedur nicht ansetzten. Da sich außerdem Krusten bilden und teilweise Muskelbeschwerden auftreten, soll nachher sorgsam mit Salbe behandelt werden und bis zu zehn Tage keinen Sport zu treiben.

Unschön ist auch der Gedanke, dass ein Großteil der Farben in den eigenen Organen bleibt und sich eventuell in Lymphen oder Leber absetzt. Die Farben bestehen teilweise aus Schwermetallen, die Auswirkungen auf den Körper sind bis heute nicht ausreichend geklärt. Helle Farben lassen sich mit einem Laser übrigens schlechter entfernen als dunkle. Bei besonders bunten Tattoos wird den Patienten oft ganz davon abgeraten, da die Aussichten auf Erfolg zu gering sind. Alles in allem sollte man sich zwei mal überlegen, ob man sich wirklich tätowieren lassen will oder sogar einfach zum Bio-Tattoo greifen. Eine Tattoo-Entfernung durch einen Laser ist jedenfalls keine sichere Sache.

Quelle: brigitte.de
Bild: YouTube

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