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Traditionell das Ja-Wort geben: Hochzeitsbräuche & Co

Reis werfen, Brautjungfern, Polterabend…diese und noch viele weitere Usanzen verbindet man sofort mit dem schönsten Tag des Lebens. Aber was steckt eigentlich hinter den Hochzeitsbräuchen, die für alle auf den ersten Blick selbstverständlich sind?

Scherben bringen Glück: Der Polterabend ist eine der wichtigsten Hochzeitstraditionen, der kurz vor der Hochzeit im Haus der Zukünftigen gefeiert wird, und bei dem möglichst viel Geschirr zu Bruch gehen soll. No-Go's sind allerdings Scherben von Spiegeln oder Glas! Die Scherben sollen dem Brautpaar Glück bringen, und durch das laute Poltern und Krachen sollen böse Geister vertrieben werden. Das gemeinsame Scherben-Auffegen danach steht für das Meistern schwieriger Lebensphasen in der Ehe.

Und sollte der Polterabend die bösen Geister noch nicht ganz vertrieben haben, wird am Hochzeitsauto eine Kette mit leeren Blechdosen befestigt, die auf der Fahrt richtig laut scheppern und ankündigen sollen, dass das frischgebackene Brautpaar unterwegs ist.

Und auch unter der Türschwelle könnten böse Geister lauern: Deshalb schreibt es die Tradition vor, dass der Bräutigam die Braut beschützend darüber hinweg trägt, sodass sie mit den dunklen Mächten nicht in Berührung kommen kann.

Nach der Zeremonie und wenn das Ehepaar aus der Kirchentür tritt, ist es noch immer Brauch, es gebührend mit einem Reisregen zu begrüßen. Die Reiskörner symbolisieren seit jeher Fruchtbarkeit. Und schließlich sollen die frisch Vermählten auch möglichst viel Nachwuchs in die Welt setzen….Und welche noch nicht vergebene Frau danach den Brautstrauß fängt, der ist die nächste Hochzeit schon gewiss!

Und was ist mit Hochzeitskleid, -schuhen und dem Schleier? Für die Braut gilt es, ihr Hochzeitoutfit ohne den zukünftigen Gatten auszuwählen, denn es soll Unglück bringen, das Kleid schon vor dem großen Tag vorzuführen. Für die Brautschuhe wurde zu früheren Zeiten lange Zeit vor der Hochzeit vor allem in ärmeren Familien Kleingeld zurückgelegt, und auch heute gehen manche Bräute dieser Hochzeitstradition nach. Wobei es doch ein wenig mühsam ist, mit ein paar Kilos Kleingeld in den Schuhladen zu gehen…

Der Schleier und die weiße Farbe des Kleides waren früher Zeichen für Reinheit und Unberührtheit, mit der die Braut in die Ehe ging. Heutzutage bevorzugen die Damen vor dem Altar jedoch eher Blumenschmuck und andere Accessoires im Haar.

Und wer wird letztendlich die Hosen in der Ehe anhaben? Dafür ist Vorsicht beim Hochzeitstorte-Anschneiden geboten: Hier gilt, dass derjenige im Alltag das Sagen haben wird, dessen Hand auf dem Tortenmesser obenauf liegt….

Quelle: fem.com, unsertag.de
Bild: martina gade (Pixelio)

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