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Umstellung auf Sommerzeit erhöht das Herzinfarktrisiko

Morgen wird wieder von Winter- auf Sommerzeit umgestellt, was nach einer Studie aus Schweden auch gleichzeitig ein erhöhtes Herzinfarktrisiko darstellt. Während die Umstellung von Sommer- auf Winterzeit uns eine Stunde mehr Schlaf verschafft, haben wir bei der bevorstehenden Umstellung eine Stunde weniger. Diese eine Stunde scheinen sich wohl gravierender auszuwirken, als bisher angenommen.

Eine Studie aus München hat bereits erwiesen, dass diese eine Stunde mindestens für kurze Zeit eine Unruhe in den Schlafrhythmus hineinbringt. Die innere Uhr käme quasi aus dem Takt und laufe nicht entsprechend der Jahreszeiten, was ein erhöhtes Stressgefühl zur Folge hätte. Eine Besserung werde erst wieder durch das Umstellen auf Winterzeit erreicht.

Die Studie aus Schweden spricht von drastischeren Konsequenzen, die sich aus der Umstellung ergeben, die nun auch durch Krankenhaus-Daten der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) aus Hamburg bestätigt werden. In den letzten drei Jahren seien nach der Zeitumstellung durchschnittlich ein Drittel mehr Patienten mit einem Herzinfarkt eingeliefert worden, als sonst üblich.

Grund dafür ist neben dem Schlafmangel, auch wieder die Änderung des Biorhytmus. Daher raten Ärzte nach Angaben von Fit For Fun dazu, schon ab einigen Tagen vorher, früher zu Bett zu gehen. Ebenso sollte man auf seine Ernährung achten. Also grundsätzlich sollte leichter und früher zu Abend gegessen, sowie auf aufputschende Wirkstoffe, wie Koffein verzichtet werden.

Wer trotzdem Probleme beim Einschlafen hat sollte Kräutertees mit Baldrian, Johanniskraut und Melisse trinken, da diese beruhigend wirken. Auch autogenes Training hilft um Ruhe zu finden. Ansonsten sollte man bei Tagesmüdigkeit grundsätzlich mehr Wasser zu sich nehmen und neben Powernaps, also sehr kurzen Schlafpausen von maximal einer halben Stunde, auch den einen oder anderen Spaziergang machen. Die Umstellung von Winter- auf Sommerzeit kann man sich so zumindest erleichtern und auch die Gefahr von Herzinfarkten vermindern.

Bild: David, Goehring (Flickr)

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