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Ursachen des Jo-Jo-Effekt erforscht

Wer Diät hält, setzt sich unter Stress und leistet damit dem Jo-Jo-Effekt Vorschub, den alle Abnehmwilligen fürchten. Diesen Zusammenhang haben jetzt Wissenschaftler der University Of Pennsylvannia bei Mäusen nachgewiesen. Die Wissenschaftler gehen aber davon aus, dass dieser Zusammenhang auch bei Menschen existiert.

Als Jo-Jo-Effekt bezeichnet man die Tendenz, dass viele Menschen nach einer erfolgreichen Diät wieder mehr zunehmen als sie zuvor abgenommen haben. Offenbar hängt dieser Effekt mit dem Stress zusammen, dem man sich aussetzt, wenn man abnimmt. Diäten programmieren nämlich die für die Stressreaktion des Körpers zuständigen Gene um. Dadurch wird nach einer erfolgreichen Diät in Stresssituationen fettes Essen für den Körper attraktiver.

Allerdings haben die Wissenschaftler der University Of Pennsylvania diesen Zusammenhang bisher nur bei Mäusen nachweisen können. Drei Wochen lang mussten die Mäusen in dem Test Diät halten. Nach den drei Wochen zeigten sie einen deutlich gestiegenen Spiegel von Stresshormonen im Blut und bevorzugten auch nach Ende der Diät in Stresssituationen fetteres Essen als ihre Artgenossen aus der Kontrollgruppe.

Der Nachweis dieses Effekts beim Menschen fehlt zwar noch, trotzdem gehen die Wissenschaftler der University Of Pennsylvania davon aus, dass beim Menschen nur solche Diäten als langfristig erfolgversprechend angesehen werden können, bei denen auch die Stressreaktionen der Abnehmwilligen berücksichtigt werden. So könnte in Zukunft der Stresshormon-Haushalt im Blut, während einer Diät medikamentös behandelt werden, um die sonst einsetzende Umprogrammierung der für Stressreaktionen zuständigen Gene zu blockieren. Hört sich ganz nach einem neuen und äußerst lukrativen Betätigungsfeld für die Pharmaindustrie an, weshalb der noch am Menschen zu erbringende Nachweis dieses Zusammenhangs nicht lange auf sich warten lassen dürfte.

Bild: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt/pixelio.de

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