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Von Zahnschmerzen zum Herzinfarkt

Wer glaubt, dass Zahnschmerzen das einzige sind, was uns an den Zähnen passieren kann ist schief gewickelt. Die weißen Beißerchen können uns Beschwerden an noch ganz andere Stellen unseres Körpers bereiten. Hier die wichtigsten Symptome zusammengefasst.

So können das Knirschen mit den Zähnen während des Schlafes oder verkrampfte Kiefermuskeln zu Ohrgeräuschen führen und das Gehör schädigen. Liegt es an einem schiefen Gebiss, so lässt sich das mit der Beißschiene regeln, die man einfach im Schlaf tragen muss. Ist der Tinnitus stressbedingt, sollte man sich Ruhe gönnen, Yoga ausprobieren und wenn es nicht besser wird zum Psychotherapeuten gehen.

Kleinste Fehlstellungen im Kiefer können auch zu verspannten Muskeln im ganzen Körper führen. Auch hier hilft die Beißschiene. Umgekehrt kann Krafttraining im Rumpfbereich helfen, dass Stresssymptome wie das Zusammenpressen des Gebisses oder das Drücken der Zunge gegen den Gaumen auftreten. Wer nach dem Sport trotzdem Gelenkschmerzen hat, sollte seinen Zahnarzt besuchen.

Es gibt Hinweise darauf, dass Parodontitis Bakterien für Erkrankungen des Herzens verantwortlich sein können. So ist das Herzinfarktrisiko bei Menschen die Parodontitis haben doppelt so hoch. Auch Diabetes ist eng verknüpft mit Zahnfleischentzündungen. Weitere Gründe das Rauchen aufzugeben, da es das Risiko für Entzündungen des Zahnfleisches erhöht.

Wer seine Zähne gesund halten möchte, sollte mindestens zwei-dreimal am Tag für drei Minuten seine Beißerchen reinigen. Dazu putzt man mit einer Zahnbürste, die weiche Borsten und einen kleinen Kopf hat, vom Zahnfleisch ausgehend im 45 Grad Winkel über die Zähne. Noch besser ist, wenn man eine elektrische Zahnbürste besitzt.

Auch mit seinem Essen kann man den Zähnen Gutes tun. Um die Bakterien im Mundraum unschädlich zu machen, kann man auf Käse zurückgreifen, dessen Fett einen Schutzfilm auf den Zähnen bildet, schwarzen oder grünen Tee trinken, der durch seine Gerbstoffe Fäulnisbakterien den Garaus macht oder Joghurt, dessen Bakterienkulturen, Keime aus dem Mundraum verdrängen.

Äpfel, Staudensellerie oder Vollkornbrot verlangen einiges an Kaukraft, die für jede Menge Speichel sorgt und das Zahnfleisch durchblutet. Wer viel kaut, produziert mehr Speichel, der Bakterien und Essenreste ausspült. Daher ist das Kauen von Kaugummis ebenso hilfreich. Wer sich also gesund ernährt, sich mehrmals täglich die Zähne putzt und regelmäßig den Zahnarzt besucht, tut auch dem Rest seines Körpers etwas Gutes.

Bild: Alan Turkus (Flickr), Reeotch Misk (Flickr)

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