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Was ist Schlafparalyse und wie kann man sie behandeln?

Viele Menschen haben bestimmt schon von der Narkolepsie gehört, das bedeutet, das ein Mensch sofort in schlafähnliche Zustände verfällt und innerhalb Sekunden plötzlich einschläft. Doch die Schlafparalyse ist dagegen eher ein unbekanntes Phänomen. Wir erklären es hier und nennen Behandlungen und Vorkehrungen, die man dagegen treffen kann.

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Definition

Unter Schlafparalyse versteht man einen Zustand völliger Lähmung während des Schlafes, deswegen wird das Phänomen auch Schlaflähmung genannt. Diese verhindert, dass der Schlafende im Traum erlebte Muskelbewegungen auch in der Realität ausführen kann. Betroffene erleben dies nicht bewusst, denn beim Aufwachen ist diese Lähmung sofort beendet. Ausgenommen von der Lähmung sind Atem- und Augenmuskulatur.

Starre nach dem Aufwachen

Wenn der Betroffene während der Starre berührt wird, kann die Paralyse unterbrochen werden. Bei wenigen Menschen dauert sie allerdings auch nach dem Aufwachen an. Dies nennt man dann einen Wachanfall, das das Gegenteil zur Narkolepsie, dem Schlafanfall, darstellt. Die Muskeln und Augenlider sind dabei zwar noch gelähmt, doch dem jetzt nicht mehr Schlafenden wird deutlich, dass er sich nicht mehr in einer Traum- sondern in einer Wachphase befindet. Diese Bewegungsunfähigkeit kann zu panikartigen Anfällen führen.

Wachanfall dauert nicht lange an

Trotz der Lähmung der Augenlider kann es passieren, dass sich die Augen öffnen und stark blinzeln. Vereinzelt haben Betroffene gar das Gefühl, zu ersticken, da sie ihre Atmung nicht wahrnehmen. Dieser Zustand dauert aber nicht länger als zwei Minuten, danach schlafen die meisten wieder ein. Andere wenige schaffen es allerdings, sich durch äußerste Willenskraft aus dieser Lähmung zu befreien, in dem sie sich anstrengen, die Gliedmaßen zu bewegen.

Außerkörperliche Erfahrung

Wiederum andere Menschen haben die Fähigkeit, während der Schlafparalyse eine sogenannte außerköperliche Erfahrung machen zu können. Das bedeutet, sie lösen sich von ihrem schlafenden, materiellen Körper und können sich in einem zweiten, immateriellen Körper durch den Raum bewegen. Die Betroffenen haben natürlich nur den Eindruck, dass es so wäre, in Wahrheit befinden sie sich in der Schlafparalyse.

Behandlung und Vorbeugung

In einem Schlaflabor kann festgestellt, ob eine Schlafparalyse vorliegt. Wird dies diagnostiziert, weist der Arzt den Patienten direkt darauf hin, dass die nicht gefährlich ist. So soll Betroffenen die Panik davor genommen werden, wieder einzuschlafen. Jeder kann schon im Vorfeld mit einfachsten Dingen etwas gegen Schlafparalyse tun. Versuchen Sie, auf der Seite liegend einzuschlafen. Menschen, die auf dem Rücken, neigen häufiger zur Schlaflähmung. Außerdem sollten schwere Mahlzeiten, Alkohol oder Koffein vor dem Schlafen vermieden werden.

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