Excite

Water Gate - Wer schwarz fährt, wird nass gespritzt

Sicherheitsschranken und -barrieren werden in öffentlichen Bahnhöfen international immer dann eingesetzt, wenn die entsprechenden Betriebe verhindern wollen, dass Passagiere Schwarzfahren. Gleichzeit stellen diese Schranken häufig ein Sicherheitsrisiko dar, wenn zum Beispiel Massenhysterien- oder -fluchten ausbrechen und die Barrieren nicht rechtzeitig geöffnet werden können.

Die Folge sind Menschen, die sich im dadurch entstehenden Gedränge oder nach Fall auf den Boden durch Tritte schwer verletzen. Die deutschen Designer Michael Tatschl, Sascha Mikel, and Martin Schnabl haben sich dieses Problem angenommen und das Water Gate konzipiert.

Hierbei handelt es sich um eine Zugangsmechanismus, der keine festen Barrieren zur Abschreckung nutzt, sondern Wasser. Wenn eine Person sich unbefugten Zugang verschaffen will, spritzen aus Düsen, die am Zugangsbereich angebracht sind, Wasserstrahlen, die den Durchgehenden nass machen.

Schwarzfahrer werden also durch die psychische Barriere, mit nasser Hose als Schwarzfahrer erkannt zu werden, von ihrer Tat abgehalten. Bei einer Panik macht es dann auch nichts aus, wenn die Hose nass wird, wenn das eigene Leben dadurch gerettet werden kann. Gleichzeitig behindern oder erschweren sie Menschen mit unhandlichen Gepäckstücken oder im Rollstuhl den Zugang nicht. Ob Water Gate demnächst tatsächlich Einsatz findet ist allerdings noch nicht bekannt.

Water Gate


Bild: www.yankodesign.com

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017