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Wechseljahre bei Männer - mehr als nur eine Midlife-Crisis

Im Volksmund wird der Begriff Midlife-Crisis sehr häufig für Männer oberhalb der 40er Altersmarke. Eigentlich handelt es sich dabei um die Wechseljahre der Männer. Männer haben mit einer Reihe von Beschwerden zu kämpfen, die allgemeinhin eigentlich Frauen über 40 zugeschrieben werden. Doch auch Männer leiden an innerer Unruhe, Reizbarkeit, Mattigkeit und Schweißausbrüche.

Sexuelle, körperliche und psychische Symptome einer Männerkrankheit

Bei Frauen gibt es bekanntermaßen eine Menopause, unbekannter ist hingegen die männliche Andropause. Die Wechseljahre befallen auch Männer. Diese Zeit ist von zahlreichen Beschwerden gekennzeichnet, die die Folge eines altersbedingten Nachlassens der Funktion der Keimdrüsen ist. Vermindert sich die Funktion der Keimdrüsen stellen sich bei den betroffenen Männern, meist im Alter zwischen 40 und 60 Jahren, sexuelle Unlust, Depressionen, Leistungsabfall und Hautveränderungenein ein.

Die männlichen Wechseljahre, ärztliche Bezeichnung altersbedingter Hypogonadismus, gehörten lange Jahre nicht zu den medizinisch und wissenschaftlich genau erforschten Erkrankungen. Um die Erkrankungen bei Männern aus der Sicht der Wechseljahre behandeln zu können braucht es, verbindlichen Grundlagen für die Behandlung mit Testosteron. Ein britisches Forscherteam der University of Manchester fand heraus, dass es eine Reihe immer wiederkehrender und somit typischer Beschwerden gibt, wenn sich ein Testosteronspiegel verringert.

Die wichtigsten Fakten ergeben sich aus der Untersuchung sexueller Symptome. In den Wechseljahren bei Männern kommt es zu einer selteneren morgendlichen Erektion, der Sexualtrieb vermindert sich (sexuelle Gedanken nehmen in ihrer Häufigkeit ab) und zu einer erektile Dysfunktion. Neben sexuellen Symptomen spielen mehrere körperliche Einschränkungen eine Rolle.

Es fällt zunehmend schwer, Kraft aufzuwenden. Das betrifft beispielsweise das Heben schwerer Gegenstände oder das Laufen. Erschöpfung tritt bereits nach etwas mehr als einen Kilometer Fußmarsch auf. Außerdem fällt es schwer, sich vorzubeugen, zu bücken und zu knien.

Testosteronspiegel durch Medikamente anheben

Zu den sexuellen und körperlichen Symptomen gesellen sich auch psychische Faktoren. Als psychische Symptome treten Traurigkeit und Müdigkeit sowie ein Verlust von Energie auf. Allerdings ist hierbei nicht immer ein niedriger Testosteronspiegel die Ursache. Um die Wechseljahre für Männer erträglich zu machen, muss einerseits eine Anhebung des Testosteronspiegels erfolgen. Andererseits bedarf es auch ein mehr an Information für Männer im Alter über 40 Jahre. Auf keinen Fall sollte eine Eigenbehandlung mit Testosteron-Salbe (Krebsrisiko erhöht) erfolgen. Betroffene wenden sich zur Klärung der Diagnose an ihren Hausarzt.

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