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Wehen erkennen: Diese Symptome zeigen sich vor der Geburt

Wehen sind krampfartige Schmerzen vor der Geburt, die in Filmen mehr oder weniger unmittelbar anzeigen, dass eine Frau SOFORT ein Kind bekommen wird.

In der Realität können zwischen den ersten Wehen und der Geburt des Kindes aber einige Tage liegen. Außerdem gibt es Vorwehen oder einfach starke Rückenschmerzen, die man als Wehen erkennen und für Symptome halten könnte.

    remysharp / Flickr

Wehen

Man kann Wehen erkennen, wenn man Symptome kennt oder schon mal Wehen hatte. Allgemeine Symptome sind unter anderem Schmerzen im tiefen Rücken. Wenn sich der Schleimpropfen löst, ist das ein Zeichen für den Beginn der Wehen, aber bis zur Geburt kann es einige Tage dauern.

Das Problem ist hier, wie bei vielen anderen Fragen rund um die Schwangerschaft, das längst nicht jede Frau gleich ist. So wie einigen in den ersten Wochen schrecklich übel war und anderen nicht, gibt es auch Frauen, bei denen zwischen Beginn der Wehen und Geburt nur Stunden liegen und andere, bei denen sich der Prozess über Tage hinziehen kann.

Es gibt nämlich auch sogenannte unechte Wehen oder Senkwehen: Obwohl der Muttermund sich noch nicht weitet, spürt die Frau schon Schmerzen. Man kann selbst nachtasten, wie sich der Muttermund anfühlt. Das empfiehlt sich aber nicht für Frauen, die sonst auch nie ihren Muttermund berührt hätten und deswegen vielleicht nicht wissen, ob sie überhaupt eine Veränderung bemerken.

Ein gutes Unterscheidungsmerkmal ist das Platzen der Fruchtblase: Bemerkt man das Austreten des Wassers (und die damit einhergehende Erleichterung) und folgen die Kontraktionsschmerzen direkt danach, ist das ein deutliches Zeichen, ins Krankenhaus zu fahren.

Die meisten Hebammen oder Ärzte und Ärztinnen sagen der Schwangeren auch schon früh, was sie tun soll oder kann, wenn sie Wehen bekommt. Eine Möglichkeit bei Unsicherheit sollte immer sein, einfach zu fragen.

Denn auch wenn es sich um Wehen handelt, ist das nicht immer das Startsignal, ins Krankenhaus zu rasen. Vielmehr kann man sich jetzt eine Weile ums aktive "Ruhig bleiben" kümmern.

Wer zu Beginn Hunger hat, sollte jetzt etwas Essen. Die Wehen sind immerhin auch ein Zeichen, dass bald eine große Anstrengung folgen wird. Essen und Trinken sind deswegen wichtig. Außerdem alles, was entspannt und die Schmerzen möglichst sanft dämmt: Warm duschen oder baden (nicht heiß!), einen schönen Film sehen oder mit dem Partner oder Freunden sprechen.

Untersuchung

Wenn Frauen glauben, Wehen zu erkennen und die Symptome sie ins Krankenhaus treiben, kann ein Arzt auch schnell "nachsehen", ob sich der Muttermund tatsächlich weitet. Wenn das der Fall ist, lässt sich durch die Dehnung oft auch schon ein wenig abschätzen, wie lange es noch bis zur Geburt dauern wird.

Es kann jetzt sehr hilfreich sein, diese Phase vorher ausführlich mit der Hebamme oder einem Arzt besprochen zu haben, um ruhig zu bleiben.

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