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Welt Down Syndrom Tag 2014: Down-Syndrom - Na und?

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Der Welt Down Syndrom Tag (World Down Syndrome Day) steht international unter dem Motto "Health and Wellbeing - Access and Equality for All", was so viel bedeutet wie: "Gesundheit und Wohlbefinden – Zugang und Gleichheit für Alle" und soll in diesem Jahr 2014 darauf aufmerksam machen, dass viele Ärzte immer noch eine diskriminierende oder ablehnende Haltung gegenüber Menschen mit dem Down Syndrom haben.

Noch immer: Diskriminierung

In Deutschland ist dieses Problem zwar in Krankenhäusern immer noch mal anzutreffen, insgesamt sieht die Situation aber schon etwas besser aus und deswegen machen viele hier auf das Down Syndrom unter der Überschrift "Down Syndrom – Na und?" aufmerksam.

Kindern mit Down Syndrom wurde früher so gut wie nichts zugetraut und sie haben leider oft auch nicht lange gelebt, weil mit der genetischen Besonderheit, dem dreifachen Vorhandensein des 21. Chromosoms, oft auch Herzkrankheiten einhergehen. Heute sind die Behandlungsmöglichkeiten solcher Herzschwächen aber viel besser und damit ist auch die Lebenserwartung höher.

Berührendes VIDEO: "Dear Future Mom" zum Welt Down Syndrom Tag 2014 am 21 März

Das andere Problem – jemandem, nur weil er mit dem Down Syndrom geboren wurde, nicht zuzutrauen, ganz normal zur Schule zu gehen – muss auch endlich adressiert werden: Viele junge Leute mit Down Syndrom leben heute zum Beispiel längst in WGs, statt für immer zu Hause bleiben zu müssen oder in einem Heim zu leben. Denn das Down Syndrom bedeutet nicht sofort, dass jemand überall auf Hilfe angewiesen ist.

Aber auch wenn jemand mit Down Syndrom unter den Symptomen besonders leidet oder körperlich oder geistig eingeschränkt ist, darf er deswegen nicht aus der Gesellschaft verstoßen werden. Inklusion sollte dringend auch beim Down Syndrom ansetzen, denn immerhin wird jedes 700. Kind mit dieser genetischen Besonderheit geboren.

Die wichtigsten Fakten zum Down Syndrom im Überblick:

Was ist Down Syndrom?


 Menschen mit Down Syndrom haben ein zusätzliches Chromosom. Weil es das 21. Chromosom ist, spricht man auch von Trisomie 21. Das Down Syndrom kommt sowohl bei Jungen als auch bei Mädchen vor - und zwar häufig und tritt in der gesamten Welt, bei allen Nationalitäten und Volksgruppen und in allen Bevölkerungsschichten auf.

Wie entsteht das Down Syndrom?

Wenn bei der Entstehung der Ei- oder Samenzellen vor der Befruchtung das Chromosom Nummer 21 nicht auseinander weicht. Warum das Down Syndrom entsteht, ist bis heute aber unbekannt.

Sterben die Menschen mit Down Syndrom früher?


Heutzutage ist die Lebenserwartung von Menschen mit Down Syndrom nicht viel anders, als das der Menschen ohne - dank guter medizinischer Vorsorge und besserer Lebensbedingungen.

Sind Menschen mit dem Down Syndrom glücklich?

Menschen mit Down Syndrom sind glücklich. Und traurig. Sie schliessen Freundschaften, lieben und fühlen sich verletzt, wenn man sie diskriminiert. Sie haben Gefühle wie alle anderen Menschen auch.

Wie oft kommt das Down Syndrom vor?

In Deutschland kommt statistisch gesehen ein Baby mit Down Syndrom auf 700 Geburten. Das macht jährlich etwa 800 Babys mit Down Syndrom auf die Welt kommen.

Können Menschen mit Down Syndrom arbeiten?

Ja, meistens arbeiten sie in geschützten Werkstätten, viele junge Erwachsene finden aber mittlerweile auch Arbeitsplätze in der "normalen" Arbeitswelt.

Können Kinder mit Down Syndrom Kindergärten oder die Schule besuchen?

Ja. Fast alle Down Syndrom-Kinder besuchen Regelkindergärten. Die meisten von ihnen besuchen später geeignete Schulen und lernen Lesen und Schreiben.

Ist das Down Syndrom vererbbar?

Nein, es kann jedem passieren, ein Baby mit Down Syndrom zu bekommen. Das Down Syndrom entsteht nicht durch äussere Faktoren.

Berührendes VIDEO: "Dear Future Mom" zum Welt Down Syndrom Tag 2014 am 21 März

Ist das Down Syndrom heilbar?


Nein. Das Down Syndrom ist eine genetische Anlage.

Beeinflusst das Alter der Eltern die Entstehung des Down Syndroms?


 Je älter die Mutter ist, desto höher ist das Risiko für die Geburt eines Kindes, das das Down Syndrom hat. Weil aber viel mehr Frauen unter 35 Jahren Kinder bekommen, werden 75 Prozent aller Babys mit Down Syndrom von jüngeren Frauen geboren. Statistiken sagen manchmal einfach nicht viel aus.

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