Excite

Weltkrebstag 2014: WHO möchte Gesetze zur Gesundheitsförderung

  • Getty Images

Die Zahl der Krebserkrankungen steigt immer weiter an, das vermeldet die Weltgesundheitsorganisationen WHO in ihrem neuesten Bericht zum Weltkrebstag 2014, der am heutigen 4 Februar stattfindet. Bei etwa 20 Millionen Menschen soll bis 2025 Krebs diagnostiziert werden, heißt es in einer Prognose. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) stellte den Bericht jetzt in London vor.

Gründe seien zwar auch die immer höhere Lebenserwartung und ein Anstieg der Bevölkerungszahl, aber vor allem die immer ungesunder werdende Lebensweise. Vor allem in ärmeren Ländern der Dritten Welt werde immer mehr geraucht und weniger auf Ernährung geachtet. Da die Diagnosemöglichkeiten in diesen Bereichen der Welt noch nicht so fortgeschritten seien, wären Menschen Afrika, Asien, Zentral- und Südamerika am stärksten gefährdet. Dort würden 70 Prozent der Todesfälle auftreten.

Die WHO fordert deswegen die Regierungen auf, mehr für eine gesunde Lebensweise zu tun. Gesetze gegen das Rauchen müssten verstärkt werden, dazu wären Gesetze zum Konsum von Alkohol und zuckerhaltigen Getränken notwendig. Alleine die medizinische Behandlung reiche nicht mehr aus, um die erwarteten Todesfälle verhindern zu können.

Lungenkrebs sei immer noch die am häufigsten auftretende Art der Krankheit. Schon Gelegenheitsraucher seien gefährdet. Wer vom Glimmstengel ablässt, verringert die Krebsgefahr um ein Vielfaches. Dazu werde ein Spiel mit der Angst betrieben. Viele Unternehmen würden darauf hinweisen, dass normale Lebensmittel keinen ausreichenden Schutz vor Krebs mehr bieten könnten und werben für angeblich gesunde Nahrungsergänzungsmittel. Außerdem sind inzwischen viele Menschen der Ansicht, dass Stress und Depressionen ebenso Krebs fördern könnten. Fakt ist aber, dass eine gesunde Ernährung und Lebensweise immer noch der beste Schutz vor der Krankheit sei.

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017