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Weniger Kondome - wegen Leichtsinn Rückschläge im Kampf gegen AIDS

Der Kampf gegen AIDS ist sicherlich noch nicht vorbei, auch wenn in letzter Zeit natürlich einige Fortschritte erzielt wurden und die Therapiemöglichkeiten immer besser werden. Harmlos ist die Krankheit deswegen sicher nicht und man sollte niemals unachtsam werden.

Experten der Vereinten Nationen haben in ihrem Jahresbericht des "Programms der Vereinten Nationen zu HIV/Aids" aber trotzdem Alarmierendes beobachtet: In vielen afrikanischen Ländern wird der Umgang mit Sex offenbar sorgloser. Immer mehr Menschen haben mehrere Sexualpartner und gleichzeitig werden weniger Kondome genutzt. Ob dahinter Sorglosigkeit oder Ahnungslosigkeit steckt kann man nicht sagen, aber es sind wohl dringend Aufklärungskampagnen nötig.

Wer das Risiko der Krankheit zu niedrig einschätzt, begeht einen dummen Fehler. Zwar kann man mit einer Infektion heute vor allem in medizinisch hoch entwickelten Industrieländern relativ gut und lange überleben, trotzdem steht das meist unter einem großen "aber". Man muss Medikamente einnehmen, man muss auf seine Gesundheit und andere Erkrankungen mehr als Nicht-Infizierte achten, man muss besondere Vorkehrungen treffen um als infizierte Frau die Infektion nicht an sein Kind weiterzugeben und so weiter. Deswegen ist es sicher nicht angemessen, die HIV-Infektion gelassen zu nehmen.

Kondome schützen und sind (neben absoluter Enthaltsamkeit natürlich) die einzige Möglichkeit, das Infektionsrisiko zu senken. Es gibt zwar einige Forschungen, die sowohl die medikamentöse Therapie als auch andere Verhütungs- und Schutzmittel entwickeln sollen, keins der bisherigen Ergebnisse gibt aber Grund zum Aufatmen oder zu Annahme, dass der Kampf gegen Aids beendet sei. Sowohl die Unterstützung für Hilfsaktionen in Ländern mit besonders vielen Infizierten, als auch ein waches Bewusstsein für die Risiken der Krankheit in Deutschland ist weiterhin notwendig.

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