Excite

Wie viel man über Ernährung wissen sollte...

Was gibt es eigentlich alles über Ernährung zu erfahren und wie wichtig ist dieses Wissen? Über Nahrungsmittel und deren Auswirkungen auf den Körper gab es schon immer eine Reihe von Mutmaßungen, Mythen oder schlicht Lügen. Dabei lassen sich die meisten Aussagen über Ernährung doch überprüfen und damit ist auch ein gesundes Ess-Verhalten gar nicht so kompliziert, wie viele meinen. Ernährungswissenschaftler der Universitäten in Paderborn und Göttingen haben zusammen mit den Diät- Spezialisten von den WeightWatchers ein Konzept entwickelt, dass das eigene Wissen über Ernährung prüft.

In insgesamt 40 Fragen soll der sogenannte Ernährungs-IQ ermittelt werden. Dabei geht es um Nährstoffe, Diäten, Lebensmittel und ähnliches, zum Schluss wird ein Wert genannt, der wie beim normalen IQ zwischen 80 und 150 liegt. Ernährungswissenschaftler Helmut Heseker erklärt: "Wer etwa die Hälfte der Fragen beantworten kann, liegt mit einem Wert von 100 im Mittelfeld." Nur welches Wissen brauch man für einen solchen Wert im Mittelfeld? Und wie fatal wirken sich die Fehleinschätzungen in Punkto Nahrung und Ernährung auf den Körper aus?

Schon eine Vorbefragung hat ergeben, dass das Wissen auf diesem Gebiet stark zu wünschen übrig lässt. Mehr als zwei Drittel der Befragten hielten z.B. Traubenzucker für gesünder als normalen Haushaltszucker, was schlichtweg falsch ist. Ebenso wenig können die Enzyme der Ananas beim Abnehmen helfen, was z.B. 39 Prozent der Frauen glaubten. Dafür werden andere Lebensmittel widerum als Dickmacher eingeschätzt, ohne es zu sein. Die Salzkartoffel z.B. ist die Beilage mit den wenigstens Kalorien, wird aber häufig wegen ihrer Kohlenhydrate verflucht.

Die Ernährungsforscher sind der Meinung, dass das fehlende Wissen im Bereich der Ernährung mit Schuld ist daran, dass immer mehr Leute mit Übergewicht zu kämpfen haben. Auf der Homepage des Projekts kann jeder seinen persönlichen Ernährungs-IQ ermitteln lassen und sich so auf spielerische Weise mit dem Thema auseinandersetzen. Durch den Wert "kann jeder sein eigenes Ernährungswissen mit dem seiner Familie, Freunde und Bekannte vergleichen." Die Wissenschaftler planen außerdem nach einiger Zeit die Ergebnisse ihres Tests zu veröffentlichen. Damit können Informationen darüber gewonnen werden, welches Geschlecht, welche Altersgruppen und welche Regionen in Deutschland besonders von der Unwissenheit geplagt sind. Dann können gezielte Maßnahmen dazu beitragen, das Wissen über Ernährung in Deutschland zu verbessern und das Problem des Übergewichts zu bekämpfen.

Quelle: FOCUS Online, ernährungs-iq.de
Bild: ernährungs-iq.de

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017